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Arbeitsprobe

Gülle-Programm komplett

Ploeger AT 5104
am Dienstag, 13.09.2022 - 08:32

Das fehlende Puzzelteil im Selbstfahrerprogramm von Ploeger haben die Ingenieure nun nachgereicht. Mit leistungsstarken Komponenten wollen sie den Wettbewerb einheizen. Ob sich ein Wechsel zu gelb-grün lohnt, wollten wir bei unserer Arbeitsprobe wissen.

Ploeger AT5104

Jüngste Entwicklung aus dem Hause Ploeger ist der Vierrad-Gülleselbstfahrer, der sich speziell an die Landwirte und Lohnunternehmer richtet, die in den Fahrgassen fahren wollen. Der holländische Hersteller sieht vor allem in Deutschland großes Potenzial, denn die Verkaufszahlen der beiden Hauptwettbewerber bestätigen dies. Das Vierrad AT5104 reiht sich nicht nur anhand seiner Räderanzahl zwischen die beiden gelb-grünen Geschwister ein, sondern auch anhand des Tankvolumens. Der GFK-Tank misst eine Größe von 22 m3. Im Vergleich dazu hat das Fünfrad 25 Kubik und das Dreirad 16 Kubik dabei.

Unter der Haube bauen die Ingenieure bewährte Technik ein. Die Kraft liefert der Scania DC13. Der Reihensechszylinder mit 13 l Hubraum kommt auch im großen AT5105 zum Einsatz. 550 PS maximale Leistung stehen auf dem Typenschild, und das bei sehr niedrigen 1.500 Motortouren. Auch das maximale Drehmoment fällt satt aus: 2.500 Nm liefert der Scania.

Anders als der Wettbewerb kaufen die Niederländer das Getriebe bei ZF ein. Das Eccom 5.5 CVT ist ein stufenlos leistungsverzweigtes Getriebe mit automatischer Gruppenschaltung und für Agrarfahrzeuge jenseits der 400 PS vorgesehen.

Satte Förderleistung

Ploeger AT5104 Gülletechnik

Zentral ist die Börger Drehkolbenpumpe auf der linken Maschinenseite neben dem Dieseltank zu nennen. Sie liefert maximal 9.000 l/min Förderleistung – das auch bei angenehmer Leerlaufdrehzahl des Motors. Direkt an der Pumpe befindet sich das ausgeklügelte Bypass-System von Ploeger. Hinter dem Namen Superload steckt eine Zentrifugalpumpe am Saugarm. Je nach Beschaffenheit der Gülle kann sie ihre Vorteile voll ausspielen. Kann die Zentrifugalpumpe richtig losfeuern und ist der Druck auf der Ansaugseite hoch genug, öffnet sich der Bypass und der Güllestrom fließt neben der Drehkolbenpumpe in den Tank.

Zur Fahrerkanzel geht es sehr bequem über eine Treppe. Am Aufstieg befinden sich alle wichtigen Wartungspunkte. Die Kabinentür geht leider nach hinten auf, sodass man erst umständlich vorbeilaufen muss, um dann einsteigen zu können. Dass ist der Tatsache geschuldet, dass Ploeger die Kabine von Claas bezieht und sie für ihre Häcksler konstruiert wurde. Die gesamte Bedienoberfläche samt Touchterminal kommt von Ploeger selbst.

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