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Arbeitsprobe

Gülle-Schiff mit dicken Schlappen

Ploeger AT5105
am Montag, 11.01.2021 - 07:29

Mit steigender Vorfreude auf die kommende Güllesaison 2021 kommt passend die Arbeitsprobe mit dem Fünfrad AT5105 von Ploeger. Wir konnten uns schon im Sommer ein Bild von der Technik machen.

Ploeger AT5105

Der Scania-6-Zylinder DC13 mit 12,7 l Hubraum liefert eine Nennleistung von 550 PS bei sehr niedrigen 1.600 Touren. Sein maximales Drehmoment von satten 2.475 Nm setzt er bei 1.400 Motorumdrehungen frei. Den Antrieb des AT5105 hat Ploeger aufgesplittet. Um die beiden Hinterachsen kümmert sich das ZF Eccom 5.0-Getriebe. Vorne zieht das hydraulisch angetriebene Vorderrad. Als Fahrer hat man die Möglichkeit, die Voreilung des Rads frei zu wählen. Je nach Witterung und Bodenverhältnissen sind bis zu 150 PS am Zug. Die Kommandozentrale kauft Ploeger bei Claas ein. Das große Terminal sowie die Software kommt von Ploeger selbst.

Unschwer zu erkennen ist das Alleinstellungsmerkmal mit gleich großen und breiten Schlappen plus Allradlenkung. Ab einem Einschlagwinkel von fünf Grad lenken sie mit bis zu 15 Grad mit. Das Vorderrad kann sogar bis zu 70 Grad einschlagen. Problemlos kamen wir in die nächste Spur. Nicht nur das Fahrwerk an sich, sondern auch die dicke Bereifung sorgt für einen niedrigen Bodendruck. Sie haben die Dimension 1050/50 R32 – die Größe ist Standard. Zusätzlich kann der Käufer eine Reifendruckregelanlage ordern.

50 % mehr Saugleistung

Ploeger AT5105

Der GFK-Gülletank misst ein Volumen von über 25 Kubik. Standardmäßig baut Ploeger bei den großen AT-Fahrzeugen eine 9.000 l/min-Güllepumpe von Börger ein. Die Drehkolbenpumpe wird hydraulisch befeuert. Vor der Pumpe arbeitet ein Vogelsang RotaCut-Schneidwerk. Um jedoch die Ansaugzeiten zu verkürzen, fokussiert Ploeger die Kombination mit dem Turbobefüller Superload. Mit der optionalen Zentrifugalpumpe im Ansaugarm verringert sich die Saugzeit um 50 Prozent. Der gesamte Befüllprozess läuft bei ruhigen 1.100 Motortouren ab.

Im Test hatten wir einen 10,2 m breiten, angebauten Grubber von Evers angeschlossen. Trotz sehr trockenen Bodenverhältnissen zog der Ploeger-Truck problemlos seine Bahnen, und das bei durchschnittlichen 1.300 Motortouren.

Die ausführliche Arbeitsprobe mit dem Ploeger AT5105-Fünfrad lesen Sie in traction Ausgabe Januar/Februar 2021.

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