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traction-Tests

High-Heels im Mais

Externer Autor
am
27.02.2015

Während Mais in den vergangenen Jahren recht genügsam war, was den Pflanzenschutzaufwand angeht, verlangt er nun nach immer mehr Zuwendung, um Erträge zu sichern und zu stabilisieren. Amazone legt daher den Pantera höher, um auch in hohen Beständen applizieren zu können.

Warum immer häufiger Fungizid- und Insektizidbehandlungen auch im späten Stadium im Mais notwendig werden, darüber sind sich die Experten noch nicht einig. Der Zünsler bereitet in manchen Regionen mehr Probleme als noch vor einigen Jahren, und er breitet sich immer weiter aus. Ursachen können im Klimawandel oder vermehrten Maisanbau liegen, und auch die Minimalbodenbearbeitung trägt ihren Teil bei.
 
Praktiker sprechen von Ertragssteigerungen beim Körnermais von 5 bis 7 Prozent, beim Energiemais sollen sogar  10-14 Prozent drin sein, wenn man die Pflanzenschutzstrategie überdenkt und auch bereit ist, in hohe Bestände zu fahren. Eine späte Überfahrt kann sich also lohnen. In hohen Beständen aber kommt es auf die Technik an, um bei heutigen Applikationsgeschwindigkeiten nicht mehr Schaden als Nutzen zu stiften. Amazone hat sich diesem Trend angenommen und dem bekannten Selbstfahrer Pantera nun High-Heels spendiert. Mit einer Bodenfreiheit von 1,70 m kann auch noch spät in Mais oder Sonnenblumen gefahren werden. Wir sind im vergangenen  Herbst mit dem Pantera 4502-H mit 1,7 m Bodenfreiheit über den Mais geflogen.

Alles beim Alten

Bereits bekannt ist der Antrieb des Pantera. Seit der Markteinführung 2011 vertraut Amazone auf ein kräftiges Deutz-Herz. Der 6,1 l-Reihensechser leistet 218 PS und erfüllt die Abgasstufe Tier 3b. Die Abgase werden mittels Dieselpartikelfilter und gekühlter Abgasrückführung frisch gemacht. Umgesetzt wird die Kraft über ein stufenloses hydrostatisches Getriebe, dass den Selbstfahrer kraftvoll auf bis zu 50 km/h beschleunigt. Die Leistung wird gut und gleichmäßig in Vorschub umgesetzt. Dies geschieht durch eine Axialkolbenpumpe, die die Kraft an die Hydromotoren an der Radnabe liefert. Beim Verzögern über den Fahrhebel wird die hydrostatische Bremse aktiv. Und auch das Anhängerbremsventil wird dabei angesteuert, sollte man  einen Frischwasserwagen am optionalen Zugmaul am Heck mitführen.  Das sorgt für Sicherheit.

Auch beim Pantera gibt es verschiedene Fahrstrategien: Im ECO-Modus wird die gewünschte Geschwindigkeit über den Fahrhebel vorgewählt und bei optimaler Motorausnutzung gehalten. Im Powermodus legt man die Drehzahl fest. Der Fahrhebel gibt aber weiterhin die Geschwindigkeit vor. Bei Arbeiten im flachen Land macht sich der Eco-Modus deutlich bemerkbar: Bis auf 1.050 U/min fällt hier im besten Fall die Drehzahl. Eine ordentliche Drehzahlreduzierung! ksch
 
Unsere Eindrücke von dem hochgelegten Pantera lesen Sie in traction Ausgabe März/April. Einzelne Ausgaben können Sie hier bestellen.
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