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Hubraum rauf, Drehzahl runter

Fendt 942 Vario mit Fendt Ladewagen
Matthias Mumme, traction
am
08.07.2019

Fendt hat seine Baureihe 900 Vario rundherum erneuert. Was die nunmehr 6. Generation kann, durften wir bereits im Feld antesten.

1000 Vario-Konzept übernommen

Fendt 942 Vario mit Fendt Ladewagen

Die nunmehr 6. Generation 900 Vario von Fendt wurde lange erwartet. Gerüchte, dass der bisher genutzte 7,8 l große Deutz-Sechszylinder durch ein 9,0 l großes Aggregat von MAN ersetzt wird, haben sich nun bestätigt. Damit zieht nun auch die schon vom 1000 Vario und 900 Vario MT bekannte Niedrigdrehzahlkonzept in die Großtraktorenserie ein. Der völlig neu entwickelte Sechszylinder erfüllt dabei natürlich die Abgasstufe V – und das sogar ohne externe gekühlte Abgasrückführung. Mit dem neuen Topmodell 942 Vario sind nunmehr Leistungen von bis zu 415 PS verfügbar. Noch deutlicher zugelegt hat gegenüber der Vorgängerserie jedoch das Motordrehmoment, das im Spitzenmodell nun bis zu 1.970 Nm beträgt. Zu Vergleich: Der 939 Vario der Vorgängerserie kam auf maximal 1.565 Nm. Zudem liegt die Nennleistung nun bei 1.700 bis 1.500 U/min an, das Drehmomentplateau von rund 1.500 bis 1.100 U/min. Damit kann sowohl im Feld wie auch auf der Straße extrem niedrigtourig gefahren werden: 60 km/h werden bei 1.450 U/min erreicht, 50 km/h bei 1.200 U/min und 40 km/h sogar bei unter 1.000 U/min (minimal 950 U/min) – je nach Last.

Selbstverständlich übernimmt die Kraftverteilung ein VarioDrive-Antrieb der 2. Generation mit variablem Allradantrieb und Pull-in-Turn-Effekt bei Kurvenfahrt. Auch das ist von den 1000 Vario bekannt, ebenso wie die optionale Leistungshydraulik mit zweiter Pumpe und die größere Kabine. Anders als die großen 1000er bekommt man die neuen 900 Vario jedoch gegen Aufpreis mit Frontzapfwelle.

Schwerer, aber auch mehr Nutzlast

Fendt 942 Vario Bodenbearbeitung

Um die Kraft auf den Boden zu bringen, hat auch der Radstand um 10 cm zugelegt. Zudem gibt es größere Räder – bis zu 2,20 m mit 44-Zoll-Rädern hinten, und bis zu 1,73 m vorn. Zudem wiegen die neuen 900 Vario rund eine Tonne mehr als ihre Vorgänger, die für schwere Feldarbeiten oftmals trotz Ballast zu leicht waren. Die maximal zulässige Gesamtmasse beträgt jetzt immerhin 20 t bei 40 km/h, 19 t bei 50 km/h und 17 t bei 60 km/h. Die theoretische Nutzlast beträgt also bis zu 8 t – mehr bietet derzeit kein anderer Standardtraktor im Markt!

Fendt tritt mit den 900 Vario der 6. Generation jedoch nicht nur in Europa gegen die Konkurrenz an, sondern will auch verstärkt in Nordamerika und anderen Überseemärkten damit Fuß fassen. Dafür sind dort geforderte Spurweiten möglich, aber auch abgespeckte Ausstattungsvarianten ohne Heckkraftheber.

Den ausführlichen Fahrbericht mit dem neuen 942 Vario inklusive Wettbewerbsspiegel und weiteren Daten und Preisen lesen Sie in traction Ausgabe Juli/august 2019.

traction Magazin

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