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Traction-Tests

Katana 65: Geschärfte Klinge

Dieser Artikel ist zuerst in der traction erschienen.

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Karsten Schranz, traction
am
04.05.2016

Mit der Markteinführung 2012 hat Fendt in Sachen Feldhäcksler eine ordentliche Premiere gefeiert. Trotzdem gab es noch Kritikpunkte. Doch der Katana wird immer besser.

Bis eine Klinge richtig scharf ist, braucht es etwas Geduld. Ganz behutsam muss sie in vielen Durchgängen geschliffen werden, damit das Ergebnis 100 Prozent zufriedenstellend ist. Genau so erging es Fendt mit der Katana-Baureihe. Nachdem der kleinere Katana 65, benannt nach einem japanischen Langschwert, 2012 eingeführt wurde, erlebt er nun sein erstes größeres Facelift.

Tier 4 final erfüllt

Zum einen setzt Fendt mit einem neuen Motorenkonzept die strengere Abgasstufe Tier 4 final um. Zum anderen wandern viele technische Lösungen aus den großen Katana 85 in die kleinen 65er und neue Funktionen werten die Häcksler deutlich auf, wie wir im Test im Herbst 2015 festgestellt haben. Statt des bisher verbauten Mercedes Benz V8 kommt nun ein Reihensechszylinder mit 15,6-l-Hubraum von MTU zu Einsatz. Der neue Motor leistet 460 kW beziehungsweise 625 PS und erfüllt Tier 4 final durch eine extern gekühlte Abgasrückführung und SCR-Abgasnachbehandlung.

Im Test ist auch die automatische Grenzlastregelung positiv aufgefallen, die die Vorfahrtsgeschwindigkeit der Bestandsdichte anpasst. Sehr erfreulich für die Praxis: Das Serviceintervall am Motor wurde von 250 auf 500 Betriebsstunden verlängert. Der Zugang zum Luftfilter (es gibt ab sofort nur noch einen) erfolgt nun einfach über die schwenkbare Tür hinter dem Aufstieg, das ist auch deutlich einfacher als beim Vorgänger.  Ein Aufklappen der großen Seitenteile, die parallelogrammartig nach oben schwenken, ist nun nicht mehr nötig.

Vorbild großer Bruder

Der Katana 65 baut nun auf dem Chassis des großen Bruders Katana 85 auf. Neu ist das modulare Tankkonzept. Mit der tiefen und mittigen Einbauposition verbessert sich die Gewichtsverteilung der gesamten Maschine. Zum Nachfüllen der einzelnen Tanks müssen keine Klappen mehr geöffnet werden. Die Tanks sind nun aus Kunststoff gefertigt und fassen gute 1.225 l Diesel und 205 l AdBlue beziehungsweise 1.010 l Diesel und 205 l AdBlue und 215 l Wasser, wenn die Siliermittelanlage ab Werk geordert wurde.

Die neue Siliermittelanlage ist erstmals ab Werk verfügbar und bietet eine variable Durchflussmenge von 25 bis 125 l/h, die im Terminal frei eingestellt werden kann. Drei Düsen befinden sich zwischen der zweiten und dritten Einzugswalze und werden durch senken des Vorsatzes aktiviert.

Die technischen Daten

  • Motor: MTU-Reihensechszylinder mit Turbo-Compound-System, 15,6-l-Hubraum, 460 kW/625 PS, 2.900 Nm maximales Drehmoment, Abgasstufe Tier 4 final durch SCR Abgasnachbehandlung und gekühlte externe Abgasrückführung
  • Fahrantrieb: hydrostatisch mit Allrad, 40 km/h, hydraulisch gefederte Lenkachse
  • Häckselaggregat: sechs hydrostatisch angetriebenen Vorpresswalzen, 720-mm-Trommel, 4 bis 21 mm Häcksellänge (2x14 Messer) und 8 bis 42 mm (2x7 Messer), V-Scheibencracker
  • Vorsatz: Kemper 475 Plus mit Transportsystem
  • Gewicht: ohne Vorsatz circa 14,4 t
  • Preis (zzgl. MwSt.): ab 389.000 Euro ohne Vorsatz

Den vollständigen Testbericht zum Katana 65 von Fendt lesen Sie in der traction-Ausgabe Mai/Juni 2016, die Sie hier bestellen können.

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