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traction-Tests

Kleine Scheibe, große Wirkung

Externer Autor
am
02.09.2015

Als Alternative zu seinen „normalen“ Qualidisc-Kurzscheibeneggen hat Kverneland seit Anfang 2015 die leichte Qualidisc-Farmer-Version im Angebot. Wir haben die 4,0 m breite klappbare Version bei der Stoppelbearbeitung getestet.

Kverneland bietet die Qualidisc Farmer für den Dreipunktanbau in fünf Arbeitsbreiten von 3,0 bis 6,0 m an (ab Agritechnica auch aufgesattelt in 4,0 bis 6,0 m Breite), wobei es die 4,0 m breite Variante sowohl starr als auch hydraulisch klappbar gibt. Letztere haben wir in Ausstattung mit der leichten Actiflex-Walze bei der Stoppelbearbeitung eingesetzt.
 
Die Qualidisc Farmer hat 520-mm-Scheiben. Die Form ist konisch, wodurch der Schnittwinkel immer gleich bleibt – aber auch nur ein leichter Untergriff entsteht. 32 Scheiben sind verbaut – das macht 12,5 cm Strichabstand. Serienmäßig werden alle Qualidisc Farmer mit einer hydraulischen Tiefenverstellung ausgeliefert. An der 4,0 m breiten Variante sind vier Hydraulikzylinder verbaut, deren maximaler Einfahrweg über so genannte Spacer, also einklappbare Distanzstücke aus Kunststoff, vorgegeben wird. Dazu kommt eine Auswahl aus fünf Walzen.

Ganzflächiger Schnitt ab 5 cm

Die Arbeitsqualität hat uns auf beiden Flächen überzeugt. Bei rund 5 cm Arbeitstiefe (drei Spacer auf der mittelschweren und zwei Spacer auf der leichten Fläche ausgeklappt) hat die Qualidisc nahezu alle Stoppeln abgeschnitten und den Boden über die gesamte Gerätebreite bearbeitet. Stoppelkämme blieben dabei nur sehr selten stehen. Versuchsweise klappten wir auf der sandigen Einsatzfläche auch den letzten Spacer rein, aber die damit erzielten rund 3 cm Arbeitstiefe reichten nicht aus, um den Boden ganzflächig zu bearbeiten.
 
Die Randbleche leisteten auf beiden Standorten gute Arbeit. Es wurde nur wenig Erde auf die angrenzende Spur geworfen und die Furche der vorderen rechtsseitigen Scheibe durch das Randblech gut verfüllt und eingeebnet. Die Actiflex-Walze verdichtet eher unter der Bodenoberfläche. Zu sehr sollte man es mit der Arbeitsgeschwindigkeit zudem nicht übertreiben, denn ab etwa  15 km/h wirft sie deutlich zu viel Material auf. Laut Kverneland ist das aber gewollt, um durch die lockere Feinerde auf der Bodenoberfläche bessere Keimbedingungen für Ausfallgetreide und Unkrautsamen zu schaffen. Die freigegebene Arbeitsgeschwindigkeit endet erst bei 20 km/h! mu

Den vollständigen Testbericht lesen Sie in der traction-Ausgabe September/Oktober 2015.
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