Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Gezogene und angebaute Feldspritzen

Kleine Spritzen immer smarter

John Deere Feldspritze R732i
am Mittwoch, 20.01.2021 - 08:51

Einfache Anbauspritze oder Hightech-Variante im gezogenen Bereich? Ein Schwarz oder Weiß gibt es nicht mehr. Kleine Spritzen stehen den Großen technisch oft in nichts mehr nach. Doch welche passt am besten zum Betrieb?

Auf der Suche nach einer neuen Feldspritze begegnet der Kunde einem riesigen Angebot. Pulsweitenmodulation, Gestängematerial, Pumpenausrüstung, Kurvenkompensation – der Markt wartet ständig mit technischen Neuerungen auf. Zahlreiche Hersteller bieten Spritzen mit wenigen hundert bis hin zu über 10.000 Litern Fassungsvermögen des Spritzmitteltanks an. Bei gezogenen Spritzen greift der Kunde meist auf 4.000-5.000 Liter fassenden Spritzen zurück. 

30 m Spritzgestänge

Wie mehrere Hersteller berichten, zieht aber auch die Nachfrage nach größeren Varianten an. Im Anbaubereich entscheiden sich die meisten für ca. 1.500 l fassende Behälter. Die gewählten Spritzgestänge passen in der Regel zur Tankgröße. Die durchschnittliche angebaute Variante begnügt sich hier mit einem Gestänge von etwa 15 m, im gezogenen Bereich sind gute 30 m Standard, wie u.a. Horsch und Dammann bestätigen. 

Anbauspritze ab 1.500 €

Auch wenn der Trend zu größeren Maschinen geht und dadurch die Nachfrage nach gezogenen Spritzen im Vergleich zu Anbauspritzen steigt, sind letztere nicht zu vernachlässigen. Alle Produktgruppen vom Hightech-Selbstfahrer bis hin zur kleinen Anbauvariante, die bereits ab ca. 1.500 € erhältlich ist, haben nach wie vor eine Daseinsberechtigung. 

Anbauspritzen als kleine Selbstfahrer

Kleiner Selbstfahrer: Deltis 1302 mit Fronttank PF 1000

Zudem gewinnen Tandem-Modelle und Kombinationen aus Fronttank mit Anbauspritze an Beliebtheit. Die Vor- aber auch Nachteile liegen auf der Hand. Wobei die Rüstzeiten im Anbaubereich länger sind, überzeugen die Spritzen in puncto Wendigkeit und Preis. Mit Fronttank werden sie zum „kleinen Selbstfahrer“. Der vordere Tank ist oftmals mit nur einem Schlauch mit der Feldspritze verbunden. Schnellkuppelsysteme erleichtern den Anbau und im Vergleich zu einem konventionellen Selbstfahrer kann der Landwirt den Schlepper auch für anderen Arbeiten nutzen. 

Wer sich für eine Anbauspritze entscheidet muss aber auf keinen Luxus mehr verzichten. Durch Zusatzausstattungen, wie z.B. Schnellkuppelsysteme, automatische Teilbreitenschaltung oder isobuskompatible Geräte, ist es möglich den gleichen Komfort zu erreichen, wie bei gezogenen Spritzen.

Betriebsstruktur bestimmt Gerätetyp

Gezogene Spritzen und vor allem Selbstfahrer haben attraktivere Rüstzeiten und sind in der Regel schlagkräftiger und schneller. Für diese Maschinen muss der Kunde aber zum Teil wesentlich tiefer in die Tasche greifen. Gezogene Spritzen, gerade im Tandem-Bereich, belasten den Boden durch die großen Tankvolumina und das damit einhergehende Gewicht. 

Dank den bis zu 14.000 Liter fassenden Spritzen vermeidet der Landwirt jedoch viele Stopps zum Nachtanken. Schlussendlich ist es von der jeweiligen Betriebsstruktur abhängig, welches Gerät das Rennen macht. Der Markt und das Produkt müssen flexibel bleiben, da weitere Regularien absehbar sind. 

Mehr Informationen zu gezogenen und angebauten Feldspritzen finden Sie in der aktuellen traction Ausgabe Januar/Februar 2021.
 

Das traction Magazin Die digitale Ausgabe Mai 2021
traction digital iphone traction digital macbook
cover_traction.jpg