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Gebraucht

Kölsche Wertarbeit

AgroStar traction_breit
Meyer, Tobias
am
20.11.2017

Die AgroStar 4.61 bis 6.61 gehörten zu den letzten luftgekühlten Traktoren aus Köln. Ihre Technik gilt als ausgereift, die Star-Kabine war wegweisend.

Ausgereifte Technik

AgroStar traction_Werkbild Mumme

Als die DX-Baureihe Ende der 1980er-Jahre spürbar an Boden gegenüber der Konkurrenz verlor, führte Deutz-Fahr die moderne AgroStar-Baureihe ein. Mit 88 bis 143 PS starken Traktoren, die allesamt auf luftgekühlte Vier- und Sechszylindermotoren aus Köln setzten, konnte man fortan in der Premium-Liga mitspielen. Die Motoren gelten als standfest, verlangen aber nach einer peniblen Wartung – Verschmutzung durch Öl und Staub mögen sie nicht, vor allem die hinteren Töpfe neigen sonst zu Überhitzung. Das Topmodell 6.61 gilt als etwas träge, da der Turbolader hier eine LDA Dose ansteuert, was es bei den anderen Modellen nicht gab.

Besondere Akzente setzte dabei die neue Star-Kabine. Mit nur 73 db(A) am Fahrerohr war sie damals die leiseste Traktorenkabine am Markt. Dazu wurde gegenüber den DX das Platzangebot deutlich verbessert, und die Ergonomie auf den modernsten Stand gebracht. Wer eine hohe Hydraulikleistung benötigt, sollte Modelle mit Parallelbetrieb der Hydraulik suchen. Zudem war eine EHR nur optional erhältlich, serienmäßig war die MHR namens Transfermatic vorhanden. Eine Ausnahme bildete der 6.61, der ab 1993 serienmäßig nicht nur die EHR, sondern auch die Lastschaltung Powermatic (in den kleineren Modellen bis dato nur gegen Aufpreis erhältlich) bekam. Bei letzterer ist auf Verschleißerscheinungen zu achten, die vor allem durch das Herunterschalten unter Last gefördert wurden.

Den ausführlichen 6-seitigen Bericht mit allen Schwachstellen und einem Preisspiegel lesen Sie in traction Ausgabe Novgember/Dezember 2017.

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