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Marktübersicht

Kolbenfresser

traction Markt Feldhäcksler Breitbild
Matthias Mumme, traction
am
14.09.2018

Feldhäcksler sind eine der Schlüsselmaschinen in den Flotten vieler Lohnunternehmer, Großbetriebe und Biogasanlagen. Die Technik ist heutzutage professioneller denn je. wobei immer stärker Sensoren eine Rolle spielen.

Wenige Hersteller

traction Markt Feldhäcksler Schmuckbild 1

Feldhäcksler sind absolute Profi-Maschinen, die in ihrer technischen Komplexität in den letzten 20 Jahren immer mehr zugelegt haben. Dazu ist der Weltmarkt für Feldhäcksler sehr heterogen – die meisten Stückzahlen werden in Zentraleuropa verkauft, gefolgt von Nordamerika, West- und Südeuropa sowie Japan. Wachsende Märkte sind Brasilien, Chile und China, der Weltmarkt soll dadurch von derzeit etwas mehr als 2.000 Einheiten auf rund 3.000 Einheiten steigen.

In Mitteleuropa sind neben dem Marktführer Claas die Hersteller Fendt, John Deere, Krone, New Holland und Rostselmash aktiv. Sie decken einen Leistungsbereich von 340 bis mittlerweile 1156 PS ab, die bei vielen Herstellern auf zwei bis drei Baureihen aufgeteilt sind. Diese unterscheiden sich nicht nur anhand ihrer Leistung und Kanalmaße, sondern auch in den spezifischen technischen Ausstattungen (Sensortechnik, Allrad, usw.).

Leistungen von 340 bis 1156 PS

traction Markt Feldhäcksler Schmuckbild 2

Während in den unteren PS-Klassen zunehmend Sechszylinder-Reihenmotoren Verwendung finden, setzen die Hersteller bei hoher abgeforderter Leistung nach wie vor auf V8- oder sogar V12-Aggregate. Claas, Krone und Rostselmash verbauen die Motoren quer für einen direkten Antrieb der Häckseltrommel, die übrigen Hersteller bauen die Motoren längs ein – wodurch Kühlung und Wartung vereinfacht werden. Zunehmend setzen sich reduzierte Drehzahlen und intelligente Motor-Software durch, welche Leistung und Verbrauch den Einsatzbedingungen (Gras, Mais, Vorgewende, Straßenfahrt) anpassen.

Ein Kern-Entwicklungsgebiet der letzten Jahre waren die Körnerprozessoren. Hier gab es große Fortschritte hinsichtlich Schnittlängenspektrum, Aufbereitungsintensität und Haltbarkeit. Klassische Sägezahn-Cracker liefern nach wie vor bei vertretbarem Verschleiß eine gute bis sehr gute Aufbereitungsintensität, wobei Zahnung und Drehzahldifferenz den Einsatzbedingungen (Schnittlänge, TS-Gehalt) angepasst werden müssen. Krone stellte 2018 neue Sägezahn-Prozessoren mit schrägverzahntem Profil für eine bessere Zerfaserung des Erntegutes vor. Flexibler einsetzbar sind Scheibencracker, die jedoch einem höheren Verschleiß unterliegen und deren Arbeitsqualität bei Verschleiß schneller nachlässt. Speziell für Langschnitt, Strukturmais und Shredlage sind Spiralnut-Cracker verfügbar – teilweise ab Werk (Claas, John Deere), teilweise als Nachrüstung (Krone, New Holland, John Deere, Claas). Claas bietet mit dem MCC Max darüber hinaus einen speziellen Cracker für eine intensivere Schneid- und Scherwirkung an.

Die ausführliche Marktübersicht mit weiteren technischen Informationen sowie den wichtigsten technischen Daten und allen Preisen lesen Sie in traction Ausgabe September/Oktober 2018.

Traction

Top Themen:

  • Alpiner Allrounder – Lindner Lintrac 110 im ersten Fahrbericht
  • Vieles verbessert – Rostselmash Torum 770 in der Arbeitsprobe
  • Grenzen verschoben  – Krone BiG X 1180 im Fahrbericht
  • Leistung rauf, Drehzahl runter – John Deere 9800i im Fahrbericht
  • Den Dreh raus – Heko Schwenkschargrubber in der Arbeitsprobe
  • Hubstarke Hochstapler – Marktübersicht Frontlader
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