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Kraftwerk für Idealisten

Kirovets K743
am Donnerstag, 02.01.2020 - 12:08

Eingestellt auf einfache Technik und fettem Klang – wie man es auch von dem legendären K-700 kennt – wird man vom aktuellen Kirovets K-743 nicht enttäuscht. Zwar lässt sich die Feuerkraft der Ur-Russenkuh nicht mit dem heutigen Zugpferd vergleichen, doch hat der Motor von Mercedes-Benz einiges zu bieten.

Kirovets K743

Für den europäischen Markt gibt es aufgrund der strengen Abgasrichtlinien den Knicklenker mit Mercedes-Benz OM 470 LA Stufe IV. Der Reihensechszylinder mit 10,6 l Hubraum liefert satte 435 PS und das bei einem breiten Drehzahlbereich um die 1.700 Motorumdrehungen. Das maximale Drehmoment des Russen liegt bei 2.100 Nm. Mittels AGR und SCR-Technik hält der Russe die Abgasnorm Tier 4 final ein. Eine 16 × 8-Box schaltet vier Gruppen und vier Lastschaltstufen. Die Gruppen- und auch der Fahrtrichtungswechsel werden pneumatisch betätigt. Das ist sehr aufwendig ist, denn das Schalten geht nur im Stillstand.

Generell ist der Kirovets permanent Allrad-angetrieben, jedoch kann man für die Straßenfahrt die Hinterachse abschalten. Übrigens: die Höchstgeschwindigkeit des Russen-Knickers beträgt maximal 32 km/h bei vollen Motortouren. Die Vorderachse hat eine mechanische Federung á la Blattfedern. Wer eine Heckzapfwelle benötigt, muss diese zusätzlich ordern. Zur Wahl steht die 1.000er Option. Der Kraftstoffvorrat sitzt auf dem Hinterwagen und fasst 850 l.

Kirovets K743

Die Arbeitshydraulik im Kirovets bringt eine Förderleistung von 280 l/min. Dank des elektrohydraulischen Steuerblocks gibt es für die Steuerventile eine Zeit- und Durchflussmengenregelung. Leider sind nur vier doppelwirkende Ventile und ein druckloser Rücklauf vorhanden, aber mit dem Maschinenupdate 2020 kommen weitere Anschlüsse hinzu. Im Heck der Maschine macht sich ein Dreipunkt-Hubwerk der Kategorie IV breit. Es stemmt bis zu 9 t und verfügt über eine EHR. Auf Wunsch gibt es einen Frontkraftheber.

Die Kabine ist recht breit und geräumig. Das Lautstärkeniveau in der Kabine dürfte gerne etwas weniger sein. Für einen angenehmeren Fahrkomfort hat sie optionale Stoßdämpfer zu bieten. Auf der seitlichen Armlehne findet man alle Bedienelemente, vorwiegend Schaltwippen. Präsent ist dabei der massive Hebel für die Lastschaltstufen.

Den ausführlichen Test mit dem Kirovets K-743 lesen Sie in traction Ausgabe Januar/Februar 2020.

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