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Kauftipps

Gebrauchter Traktor kaufen: Kubota M700

Kubota M7171 bei der Bodenbearbeitung
am Freitag, 18.11.2022 - 07:00

Der Start der M7001 von Kubota war etwas holprig. Dafür hat man bei der 2. und 3. Generation schnell und kräftig nachgeschraubt.

Dass Kubota verstärkt in den Agrarbereich möchte, war bereits 2012 mit der Übernahme von Kverneland klar. 2014 stellte man die Serie M7001 als größte bis dato aus dem Konzern stammende Schlepperserie vor. Bis zur Markteinführung dauert es noch zwei Jahre.

Andere Hersteller haben ihren Markteintritt häufig mit Kampfpreisen gefeiert und so anständig Prozente in der Zulassungsstatistik geholt. Kubota hat darauf weitestgehend verzichtet, weshalb vielen Landwirten der Wechsel zu den orangen Traktoren schwerer fällt.

Bei Kommunal- und Baumaschinen sowie als Motorenbauer gilt Kubota dagegen seit langem als Premiummarke. Diesen Anspruch hatte man auch im Agrarbereich, Tests bestätigten das: Solide Technik, anständig verarbeitet, gute Komponenten. 

Kubotas schwerer Markteintritt

Kubota M7153

Anfangs unterschätzte der global agierende Konzern jedoch den anspruchsvollen deutschen Markt, laut Händler waren standardmäßig nicht einmal Kotflügel oder ein Zugmaul verbaut. Wenn dann bei der Vorführung noch eine fehlende aktive Stillstandsregelung, etwas kleine Räder und die minimal nervöse Elektronik bemerkt werden, ist der erste Eindruck beim Landwirt eben etwas mau. Daher sind Kubotas auf dem Acker derzeit noch immer dünn gesät. 

Laut Händleraussagen baut Kubota für den deutschen Markt inzwischen aber die technisch aufwändigsten Schlepper. Denn entwickelt werden die Schlepper in Europa, vom Band laufen sie im französischen Bierne. Auf die Kundenwünsche ist man also schnell eingegangen.

Nachgebessert

Kubota gefederte Achse

Die anfangs nicht ganz ideale Antriebsstrang-Software wurde angepasst, der M7002 läuft daher bereits sehr viel besser, auch was den Verbrauch angeht. Wobei wir schon beim Motor sind, der durchaus positiv erwähnt werden muss: Der Vierzylinder kommt mit anständigen 6,1 Litern Hubraum daher, das bringen andere Hersteller erst mit zwei weiteren Töpfen unter. 

Den sonst für Zugarbeiten geschätzten längeren Radstand von Sechszylindern bringt Kubota durch einen Halbrahmen auch an seinem Vierzylinder mit. Hinsichtlich Wendigkeit ist man dadurch zwar nicht ganz so gut wie vergleichbare Vierzylinder, die Sechszylinder aber schlägt man mit 9,2 m äußerem Wendekreis alle. Ganz ähnlich gestaltet es sich beim Leergewicht von 6,3 t.

Was Kubota bei den Serien M7002 und M7003 noch anpasste und ob sich ein Kauf lohnt, lesen Sie in traction Ausgabe November/Dezember 2022 und im Digitalmagazin.

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