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Kubota macht Druck

traction Kubota M7172 breitbild
am Mittwoch, 02.01.2019 - 14:07

Kubota hat seine M7001-Baureihe grundlegend überarbeitet und als M7002 vorgestellt. Nun sind die Schlepper endlich verfügbar – und wir hatten Gelegenheit für den ersten Fahrbericht.

Motor neu eingestellt

traction Kubota M7172 Schmuckbild_1

In den drei neuen M7002-Traktoren setzt Kubota zwar auf den gleichen Motor wie in der Vorgängerserie, jedoch wurde das Motorkennfeld neu eingestellt. So hat der großvolumige  Vierzylinder nun eine niedrigere Drehzahl und eine zeitgemäßere Drehmomentkurve, wobei das (auf 711 Nm gesteigerte) maximale Drehmoment jetzt bei 1.500 U/min erreicht wird (vorher 1.400 U/min). Zudem gibt es ein kleines Drehmomentplateau. In Summe sollen diese Maßnahmen Diesel sparen –  und das vor allem bei Zapfwellenarbeiten, denn bei schweren Zugarbeiten war der japanische Vierender schon vorher nicht allzu schlecht.

Im Topmodell M7172 leistet der von einem Wastegate-Turbo zwangsbelüftete Vierzylinder 125 kW/170 PS bei 2.100 U/min, bei Drehzahlabfall stehen um 1.900 U/min nochmal 5 PS mehr zur Verfügung. Einen Boost bei Transport- und Zapfwellenarbeiten wie bei den zwei kleineren M7002 hat der M7172 nicht. Die Abgasnorm Tier 4 final haben übrigens auch schon die Vorgängermodelle erfüllt – mit einem komplexen System aus AGR/EGR, DOC, SCR-Katalysator und DPF. Der Dieselvorrat von üppigen 330 l blieb daher beim Generationswechsel erhalten – gut.

Jetzt mit Sechsfach-Lastschaltung

traction Kubota M7172 Schmuckbild 2

Neben der stufenlosen KVT-Variante liefert Kubota die M7002 auch mit einem Lastschaltgetriebe aus. Die Vierfach-Lastschaltung der Vorgänger wurde jedoch durch das neue TPT16 von ZF mit sechs Lastschaltstufen in fünf Gruppen ersetzt. 50 km/h Endgeschwindigkeit werden bei rund 1.900 U/min erreicht – das ist relativ hoch. Schön ist die breite Überlappung der Lastschaltstufen beim Gangwechsel. Und: Sowohl in den zwei Automatikmodi (Acker bzw. Straße) wie auch im manuellen Modus wechseln die Gruppen mit nur kurzer Lastunterbrechung – und die Lastschaltstufen so gut wie nicht spürbar. Dabei lassen sich in den Automatikmodi die Schaltzeitpunkte drehzahlabhängig vorgeben, um auf die angehängte Last reagieren zu können und Diesel zu sparen.

Gut: Serienmäßig gibt es im Heck vier Zapfwellen. Und während Kraftheber und Arbeitshydraulik nahezu unverändert von den Vorgängermodellen übernommen wurden, sind beide Achsen verstärkt worden. Somit dürfen die M7002 nun bis zu 11,5 t wiegen – bringen bei 6,3 t Leergewicht also mehr als 5 t Nutzlast mit!

Alle weiteren Details, Daten, Preise, den Wettbewerbsspiegel und die Einschätzung der traction-Redakteure lesen Sie in traction Ausgabe Januar/Februar 2019.