Login
traction-Tests

Mehr Zug, mehr Effekt?

Externer Autor
am
04.05.2015

Mit der richtigen Wahl der Grubberschars lässt sich abhängig von der Arbeitstiefe der Arbeitseffekt verbessern und der Dieselverbrauch senken. Wir haben fünf Scharvarianten hinsichtlich beider Parameter miteinander verglichen.

{BILD:634191:jpg}Beim Grubbern gilt: Je tiefer man arbeitet, umso höher wird der Zugkraftbedarf – wobei unterhalb von 15 cm kaum noch eine Einarbeitung von organischem Material stattfindet. Dort wird quasi nur gelockert. Daher sollte man abhängig von der Arbeitstiefe unterschiedliche Scharbreiten und Schartypen benutzen. Diese reichen vom breiten Flügel- oder Gänsefußschar für die flache Stoppelbearbeitung bis zum rund 5 cm breiten Schmalschar für Arbeitstiefen bis 30 oder sogar 35 cm. Wir haben untersucht, wie sich die Wahl des Schars auf den Kraftstoffverbrauch und die Einmischqualität auswirkt.
 
Auf einem leichten bis mittleren Standort mit geringem Lehmanteil und einem geringen Gefälle führten wir mehrere Messfahrten durch. Der Boden war gut abgetrocknet und gesetzt, wobei drei Wochen zuvor bereits ein erster Arbeitsgang zur Stoppelbearbeitung auf rund 5 bis 8 cm Tiefe durchgeführt worden und ein Großteil des Ausfallgetreides bereits aufgelaufen war. Für die Messfahrten kamen die folgenden Scharvarianten zum Einsatz:
  • Flügelschar mit 12-cm-Scharspitze 
(Flügelbreite 30 cm)
  • 12-cm-Scharspitze ohne Scharflügel
  • Flügelschar mit 8-cm-Scharspitze 
(Flügelbreite 30 cm)
  • 8-cm-Scharspitze ohne Scharflügel
  • 6-cm-Lockerungsschar ohne Scharflügel
Die Deula Rendsburg hat dabei den Kraftstoffverbrauch gemessen und die Fachhochschule Kiel und das Thünen-Institut die Einarbeitung bewertet. Ein Fazit: Die Anschaffung verschiedener Schare lohnt sich! Denn Kraftstoff wird immer eingespart, wenn man beim tiefen Lockern auf schmalere Schare wechselt. mu
 
Die detaillierten Testergebnisse inklusive Zugkraftverstärkermessungen lesen Sie in traction-Ausgabe Mai/Juni 2015.
Auch interessant