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traction-Tests

Neuer Angstgegner?

Externer Autor
am
08.01.2016

Mit dem Kubota M7171 Premium KVT blasen die Japaner mit 170 PS zum Angriff auf die etablierten Marken. Was der Neue im mittleren Leistungssegment alles kann, haben wir im Feldeinsatz herausgefunden.

Mit einem 5-Schar-Kverneland-Pflug am Heck konnten wir mit dem Topmodell M7171 Premium KVT ackern und herausfinden, was alles in dem wendigen Japaner mit viel europäischem Einfluss steckt. Soviel vorweg: Verstecken braucht er sich nicht!
 
Unter der orange strahlenden Motorhaube arbeitet der Kubota-V6108-Reihenvierzylinder mit 6,1 l Hubraum. Zum Vergleich: Einige Mitbewerber fahren diesen Hubraum mit sechs Zylindern. Common-Rail-Einspritzung und Vierventiltechnologie sorgen für Leistung auf der Einlass-, ein Turbolader mit fester Geometrie auf der Auslassseite. Zur Einhaltung der Stufe Tier 4 final fährt Kubota einiges auf: Der passiv arbeitende Dieselpartikelfilter sitzt unter der Haube, der SCR-Katalysator mit zentralem AdBlue-Einspritzmodul unter dem Auspuff.
 

Japanischer Motor, deutsches Getriebe

Unterm Strich leistet das japanische Kraftwerk 125 kW/170 PS bei 2.200 U/min Nenndrehzahl. Gut 175 PS stehen mit Boost an, wenn die Zapfwelle angeschaltet ist oder die Geschwindigkeit über 20 km/h beträgt. 50 km/h Endgeschindigkeit erreicht der M7171 bei relativ hohen 1.780 U/min. Auf Wunsch wird elektronisch bei 40 km/h abgeregelt. 330 l Diesel- und 38 l Adblue-Vorrat sind oberes Mittelfeld in der Leistungsklasse. Die Kühler sind vorne übersichtlich angeordnet. Zum Durchblasen kann man sie aber nur sehr wenig aufschwenken. Gut: Der Luftfilter sitzt gut erreichbar ganz vorne.
 
Als Getriebe verbaut Kubota das ZF Eccom 1.5, das über keine aktive Stillstandsregulierung verfügt. Das ist zu verschmerzen. Schön wäre es aber, wenn dafür am Reversierhebel eine Parkbremse zu finden wäre oder die Handbremse elektronisch aus der Armlehne betätigt werden könnte. Die Fahrtrichtung kann entweder über den Reversierhebel vorgewählt werden, oder über die Wippe am Fahrhebel. Hier muss allerdings aus Sicherheitsgründen immer die Aktivierungstaste auf der Rückseite gedrückt werden.
 
Im Feldeinsatz verhielt sich der M7171 auffällig unauffällig. Ruhig blubberte der Motor vor sich hin, typisch großvolumig eben. Leistung ist genug da, das Getriebe regelt sanft und der Komfort passt. Dafür sorgte bei der Kabine in unserem Fall die aktiv gesteuerte pneumatische Federung. ksch
 
Den vollständigen Testbericht zum Kubota M7171 lesen Sie in traction-Ausgabe Januar/Februar 2016.
 
 
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