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traction-Tests

Neuverpflichtung

Externer Autor
am
08.11.2015

Von oben herab entwickelte Challenger die ersten Anhängespritze. Alle Erfahrung und das Know-how der RoGator-Selbstfahrer sollen auch in der angehängten Variante stecken. Exklusiv durften wir die erste Anhängespritze von Challenger testen.

Challenger wagt sich auf den hart umkämpften Markt der Anhängespritzen und gibt seinen neuen RoGator-Baureihen 333 und 344 die Argumente der Selbstfahrer mit auf den Weg - und noch einiges mehr. So sollte der erste "gezogene Selbstfahrer" entstehen. Seit 2015 sind die ersten Maschinen im echten Feldeinsatz und nahe an der Serienreife.

Zwei Modelle wird die Serie der Anhängespritzen vorerst umfassen: die RoGator 333 und 344. Die erste Drei steht für die Serie, die folgenden Ziffern geben die Füllmenge an, also 3.300 l im kleinen und 4.400 l im großen Modell bei gleichem Rahmen. Beide Modelle beruhen auf dem gleichen neu konstruierten Chassis. Künftig, wenn einmal auch größere Behältergrößen kommen, wird auch ein 40 cm längeres „Extended-Chassis“ angeboten werden, doch vom Aufbau sind die beiden Baureihen gleich.

Unabhängig bei der Hydraulik

Bei der Anhängung kann man zwischen Zugöse und K80-Kugelkopf wählen, doch bei Letzterer stellt sich die Frage: Oben- oder Untenanhängung? Die RoGator 300 ist flexibel: Die Deichsel ist an den Rahmen geschraubt und kann durch eine 180-Grad-Drehung einfach von Oben- auf Untenanhängung umgerüstet werden. Ein weiteres Highlight verbirgt sich im vorderen Teil des Rahmens: die Pumpe. Sie soll gewaltige 800 l/min leisten und damit ganz oben im Markt mitmischen. Die Pumpe wird von der Load-Sensing-Hydraulik des Traktors angetrieben. Sollte diese aber nicht den Anforderungen der Spritze genügen, kann die Hydraulikpumpe auch per Zapfwelle über einen extra Ölmotor angetrieben werden. Damit ist sie unabhängig von der Hydraulikleistung des Schleppers.
 
Der rund 400 l große Frischwassertank sitzt vorne und überträgt sein Gewicht auf die Schlepperhinterachse. Das hilft in unwegsamen Gelände voranzukommen. Die Einspülschleuse an der linken Seite fasst rund 60 l und schwenkt parallelogrammgeführt leicht zum Befüllen heraus. Der Monitor samt Drucktaster für das Befüllen befindet sich in gut erreichbarer Höhe rechts neben der Schleuse.
 
Bei allen Gemeinsamkeiten gibt es auch Unterschiede zum Selbstfahrer. Die Gestängeanlenkung wurde neu konstruiert. Baut man das Gestänge, wie bei  dem RoGator, nah an den Behälter, ergibt sich noch ein wichtiger Vorteil: In Kurvenfahrten ist die Längsbeschleunigung des Gestänges geringer und Doppelbehandlungen beziehungsweise Fehlstellen werden so bei hoher Applikationsgeschwindigkeit und kurvigen Flächen vermieden. ksch

Den vollständigen Testbericht mit allen technischen Detail und dem Urteil der Tester lesen Sie in traction-Ausgabe November/Dezember 2015.

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