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traction-Tests

Nordic Working

Externer Autor
am
06.05.2015

Valtra hat die Mittelklassetraktoren der T-Serie komplett überarbeitet. Während sie optisch kaum wieder zu erkennen sind, sind sich die Finnen beim Bedienkonzept größtenteils treu geblieben, trotzdem gibt es eine Menge clevere Details zu entdecken.

{BILD:634146:jpg}Würde man die alte und die neue T-Serie von Valtra im direkten Vergleich gegenüberstellen, könnte man meinen, sie kämen von unterschiedlichen Herstellern. Robust, aber nicht mehr zeitgemäß sahen die Traktoren der dritten Generation der T-Serie aus. Der vierten Serie verpassten die Finnen nun ein neues Design. Damit strahlen die Schlepper das aus, was ihre Besitzer an ihnen schätzen: Zuverlässigkeit und Genügsamkeit.
 
Wer bereits Valtra gefahren ist, weiß, dass die Finnen beim Bedienkonzept andere Wege gehen als die meisten Hersteller. Auch bei der neuen T-Serie ist Valtra diesem Konzept treu geblieben und nach kurzer Einarbeitung finden wir: Das ist auch gut so! Am Armaturenbrett findet man Analoginstrumente und eine kleine Digitalanzeige. In dieser lassen sich Daten wie Temperatur und Verbrauch in l/ha oder l/h anzeigen. Gleiches gilt für den Work-Monitor im rechten A-Holm. Die Displays lassen sich über Softkeys durchschalten, die sich links neben dem Lenkrad auf der Konsole befinden. Das kleine und somit begrenzte Display bietet Vorteile: Manche Funktionen werden klassisch über Knöpfe und Schalter und nicht im Menü geändert, zum Beispiel die Aggressivität des Direct-Getriebes. ISOBUS und Lenksystem gibt es nur über einen externen Bildschirm.

Sechs Modelle bis 235 PS

Insgesamt decken sechs Modelle ein Leistungsspektrum von 155 bis 235 PS (ohne Boost) bei 1.900 U/min ab. Die Motoren kommen von AGCO Power (ehemals Sisu). Wie bei der Vorgängerserie müssen sich die beiden kleineren Modellen mit 6,6 l Hubraum begnügen. Die Großen schöpfen ihre Kraft aus 7,4 l. Die Abgasreinigung bei den Tier-4-final-tauglichen Aggregaten ist ein Highlight: kein variabler Turbolader, kein Dieselpartikelfilter, keine Abgasrückführung. Ein Dieseloxidationskatalysator und SCR-Abgasnachbehandlung reichen aus.
 
Die neue T-Serie hat bei uns einen guten Eindruck hinterlassen. Rein optisch machen pfiffige Details was her, wie die die Rückleuchten, die Leistungsangabe in den Scheinwerfern, das Ölschauglas unter dem LED-beleuchteten Aufstieg oder zur Wartung einrastende Kotflügel. Ein gutes Leistungsgewicht und toller Fahrkomfort durch den langen Radstand machen die T-Serie zu einer interessanten Alternative in der Klasse. ksch
 
Den vollständigen Test zur T-Serie von Valtra lesen Sie in der traction-Ausgabe Mai/Juni 2015.
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