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traction-Test

Eine Nummer größer

traction Steyr Profi 4145 CVT
Matthias Mumme, traction
am
18.07.2017

2016 hat Steyr die Profi-Baureihe neu aufgelegt. Wir sind das stufenlose Topmodell 4145 CVT im Feld gefahren und den DLG PowerMix ausgewertet.

Längerer Radstand

traction Steyr Profi 4145 CVT

Beim Generationswechsel 2016 hat Steyr seine Profi-Baureihe neu geordnet: Bei den Lastschalt-Varianten stehen nun anstelle von je drei Vier- und Sechszylindermodellen nur noch vier Vierzylinder und ein Sechsender in der Preisliste. Die CVT-Modellen gibt es nach wie vor ausschließlich mit vier Töpfen unter der Haube – so auch das Topmodell Profi 4145 CVT. Der 4,5 l große FPT-Commonrail-Motor leistet 107 kW/145 PS bei 2.200 U/min, und liefert bei Drehzahlabfall bis zu 114 kW/155 PS ab. Mit Boost bei Zapfwellenarbeiten (1. Fahrbereich) oder Transportarbeiten (2. Fahrbereich) kommen nochmals bis zu 15 bzw. 20 PS dazu. Die Abgasgrenzwerte der Tier 4 final-Norm hält das Aggregat mit DOC und SCR-Katalysator ein – also ohne EGR und DPF. Neu ist eine Drosselklappe im Abgasstrang, die sich als Motorstaubremse nutzen lässt. Etwas Kritik gibt es für den kleinen Dieseltank, der auch in der größten Ausbaustufe nur 250 l fasst. Angesichts des sparsamen Motors dürfte das aber für einen Tag Feldarbeiten und zwei Tage Transportarbeiten ausreichen.

Sparsam im Test

traction Steyr Profi 4145 CVT

Im DLG PowerMix konnte der Profi 4145 CVT auf nahezu ganzer Breite überzeugen. Im Schnitt über alle Arbeitszyklen verbrauchte der Österreicher 4,8 Prozent weniger Diesel als das direkte Wettbewerbsumfeld (gleiche Leistungsklasse mit Tier 4 final- und Tier 4i-Abgasnorm), bei Transportarbeiten nur geringfügig mehr. Der AdBlue-Verbrauch lag dabei mit durchschnittlich 25 g/kWh bzw. 9 Prozent Relativverbrauch höher als beim Wettbewerb  – wohlgemerkt verursacht durch die einfache und effektive Abgasnachbehandlung.

Damit der Schlepper seine Kraft besser auf den Boden bringt, wurde der Radstand der Vierzylinder-Traktoren auf Sechsender-Niveau verlängert. Der Wenderadius konnte allerdings auf Niveau von Vierzylinder-Traktoren gehalten werden. Und: Die Vorderachsfederung agiert nun doppeltwirkend mit zwei Stickstoffspeichern, was das Dämpfungsverhalten spürbar verbessert.

Den ausführlichen 5-seitigen Testbericht lesen Sie in traction Ausgabe Juli/August 2017.

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