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Pole mit Potenzial

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© Matthias Mumme/traction
von am
08.01.2018

110 PS für unter 40.000 Euro? Der Ursus C-3110 HL kann genau das bieten. Was im Detail für Technik drin steckt, haben wir im Feldeinsatz "erfahren".

Noch mit Abgasnorm Tier 3

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110 PS für unter 40.000 Euro – da darf man keinen Luxus erwarten. Dennoch hat der Ursus C-3110 HL viel zu bieten. © Matthias Mumme/traction

In Sachen Motor setzt Ursus dabei noch auf den Perkins 1104D mit 4,4 l Hubraum und Pumpe-Düse-Einspritzung, der bei 2.200 U/min genau 81 kW und 110 PS abgibt. Mittels Abgasrückführung erreicht der Vierzylinder die Grenzwerte der Abgasnorm Tier 3. Zum Frühjahr 2018 soll jedoch verzögert die Umstellung auf Tier 4i erfolgen – und bald darauf die Umstellung auf die aktuelle Norm Tier 4 final. Für letztere wird das Perkins-Aggregat dann wohl gegen einen sparsameren Deutz-Vierzylinder ausgetauscht.

Die einfache Technik des Perkins macht sich im Einsatz hier und da bemerkbar. Überleistung bei Drehzahlabfall gibt es nicht, und allgemein fehlt es ein wenig an Spritzigkeit. Damit lässt sich jedoch auch gut arbeiten, zumal die 461 Nm maximales Drehmoment bei niedrigen 1.400 U/min für diese Leistungsklasse absolut in Ordnung gehen. Dazu können 180 l Dieselvorrat mitgeführt werden. Der Luftfilter ist vor dem Kühlerpaket gut erreichbar.

Carraro-Getriebe und -Achsen

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Trotz geringem Einsatzgewicht überträgt der Pole seine Leistung respektabel. Die Hubkraft ist gut, sonstige Hydraulikwerte sind eher schwach. © Matthias Mumme/traction

Beide Achsen sowie das Getriebe bezieht Ursus von Carraro. Bei letzterem handelt es sich um eine Viergang-Schaltung, denen wiederum drei Hauptgruppen vorgeschaltet sind. Zusammen mit der Hi-Lo-Lastschaltstufe, die per Knopfdruck an der Rückseite des Gangschalthebels aktiviert wird, kommt die Schaltbox auf 24/24 Gänge. Die Position der Gruppen- und Gangschalthebel kann noch etwas optimiert werden. Das Schalten der Gruppen erfolgt im Stand, die Gänge sind dagegen natürlich alle synchronisiert und lassen sich vernünftig einlegen. Die mechanische Wendeschaltung erfolgt nach treten der Fußkupplung durch Umlegen eines Hebels links vom Lenkrad. Bei 40 km/h Endgeschwindigkeit kommen Getriebegeräusche etwas stärker zum Fahrer durch. Der sitzt ansonsten jedoch in einer schön großen Vier-Pfosten-Kabine mit sehr guter Rundumsicht.

Den ausführlichen Fahrbericht mit weiteren Details, Preisen und Praktikermeinung lesen Sie in traction Ausgabe Januar/Februar 2018.

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