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Arbeitsprobe

Presse gibt Befehl

Fendt 724 Krone Comprima
am Montag, 06.05.2019 - 11:31

In einem Kurztest konnten wir das TIM-System markenübergreifend an einer Krone Comprima Presse und einem Fendt 724 Vario ausprobieren – und uns von der Automatisierung „entlasten“ lassen.

Fendt 724 Krone Comprima

Bei der Funktionsweise „Gerät steuert Traktor“ handelt es sich um eine herstellerübergreifende ISOBUS-Lösung, bei der das Anbaugerät bestimmte Schlepperfunktionen steuern kann. Beide Maschinen tauschen untereinander Daten aus. Das Gerät bestimmt seine Aufgaben selbst und gibt die entsprechenden Steuerbefehle an die Zugmaschine weiter. An diese Thematik wagte sich Krone gemeinsam mit Fendt – beide richten ihr Augenmerk dabei vorerst auf das Gespann Traktor + Rundballenpresse.

Grundsätzlich sind alle Comprima-Maschinen mit dem TIM-System nachrüstbar oder direkt ab Werk bestellbar. Bei den Wickelkombis ist dafür nur eine Softwarefreischaltung notwendig. Für die Solomaschinen gibt es einen zusätzlichen Sensor am Ballenkicker. Für die TIM-Anwendung zwischen den Krone-Maschinen und dem Schlepper sind bisher nur Traktoren der Marken Fendt und Deutz-Fahr möglich. Voraussetzungen sind neben der TIM-Freischaltung ein Stufenlosgetriebe. Außerdem müssen die Traktoren über ein ISOBUS-Schlepperterminal und elektrische Steuergeräte verfügen. Krone hofft, dass sich kurz- bis mittelfristig weitere Traktormarken zertifizieren lassen. Dazu entwickelt die AEF mit Hochdruck einheitliche Standards, um noch mehr Herstellern die Möglichkeit zu geben mit anzuknüpfen.

Funktionsweise Rundballenpresse

Fendt 724 Krone Comprima

Ist die vorgewählte Ballengröße erreicht, sendet die Presse das Bremssignal an den Schlepper, der schließlich stoppt. Steht das Gespann, wird automatisch das Netz bzw. die Folie eingeschossen. Signalisiert die Presse den abgeschlossenen Bindevorgang, fordert sie vom Schlepper das Steuergerät für die Ballenklappe zu öffnen. Der Ballen rollt nun aus die Kammer und der Sensor am Ballenauswerfer registriert dies. Automatisch wird die Heckklappe geschlossen. Nun muss der Fahrer selbst das Gespann in die Vorwärtsbewegung bringen – das hat rechtliche Gründe.

Von TIM profitiert in erster Linie der Fahrer, da er von der gesamten Automatisierung der Arbeitsschritte entlastet wird. Seine Aufgaben reduzieren sich auf das Überwachen der Arbeit und das Anfahren. Zum anderen hat das TIM-System an den Rundballenpressen ökonomische Vorteile, denn die Schlagkraft erhöht sich. Weiter entstehen durch das exakte Anhalten bei der gewünschten Ballengröße gleichmäßig geformte Ballen. Außerdem kann der Landwirt sich seine Geräte markenunabhängig wählen und ist nicht mehr auf die „Insellösung“ mancher Fullliner angewiesen.

Die ausführliche Arbeitsprobe lesen Sie in der traction Ausgabe Mai/Juni 2019.

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