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Saisonchallenge

Probe aufs Exempel

john-deere-mähdrescher
am Dienstag, 14.01.2020 - 09:21

In der Getreideernte 2019 schickte John Deere drei Schüttlermähdrescher ins Rennen um maximale Hektarleistung unter Praxisbedingungen. Wir waren dabei.

Im Süden super Druschbedingungen

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In der Getreideernte 2019 schickte John Deere einen T550i und zwei T670i auf Hektarjagd. Ersterer sollte in Südwestdeutschland als Fünfschüttlermaschine eine für Sechsschüttler typische Saisonleistung einfahren, während die zwei T670i in Norddeutschland ein für kleinere Hybrid- und Rotormähdrescher angemessenes Leistungsniveau unter Beweis stellen sollten. Alle drei Maschinen waren für Lohnunternehmer im Einsatz, und dementsprechend viel auf der Straße unterwegs. Der T550i brachte es auf gut 730 km Straßenfahrt, also auf knapp 2 km pro Hektar Druschfläche.

Die Einsatzbedingungen für die Maschinen hätten unterschiedlicher nicht sein können: Während die Getreideernte im Süden nahezu ungestört durchlief und nach wenigen Wochen eingefahren war, wurden die T670i im Norden durch wechselhafte Witterung, Lagergetreide und höhere Feuchtewerte sowie teils grünes Stroh behindert. Dabei erwies sich als vorteilhaft, dass alle Drescher mit einem PremiumFlow-Bandschneidwerk ausgestattet waren.

Nicht nur Fläche zählt

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Da die Kundschaft der Lohnunternehmer anspruchsvoll ist, wurde nicht rein auf Flächenleistung gefahren. Auch Verlust- und Bruchkornniveau sowie Stroh-Häcksel- und Verteilqualität mussten stimmen – ebenso wie die Strohqualität bei Schwadablage, die beim Schüttlermähdrescher naturgemäß besser ist als bei Maschinen mit Axialabscheidung. Dafür wurden stichprobenweise Messungen vorgenommen, u.a. mit einem Feiffer LMS Profi-Verlustkit. Sowohl Druschverluste wie auch Bruchkornanteile blieben dabei deutlich unter 1 Prozent.

Am Ende der Druschkampagne hatte der T550i beachtliche 388 ha Raps, Gerste, Weizen und andere Druschkulturen eingefahren. Bei vergleichsweise hohen Erträgen von gut 100 dt/ha in der Gerste waren Tagesleistungen von bis zu 30 ha möglich. Die T670i kamen auf jeweils respektable 525 ha Saisonleistung, bei Tagesleistungen von gut 35 bis 40 ha pro Maschine und Stundendurchsätzen von bis zu 50 t. Als besonders positiv beurteilten die Lohnunternehmer die schnelle Umstellung von Getreide- auf Rapsdrusch, insbesondere da an den PremiumFlow-Schneidwerken kein Rapstisch angebracht und wieder demontiert werden muss.

Den ausführlichen Bericht mit vielen weiteren Daten und Details lesen Sie in traction Ausgabe Januar/Februar 2020.