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traction-Tests

Saatengrüne Sommerfrische

Externer Autor
am
21.08.2014

Claas stellte im Juli 2014 einige Neuheiten vor: Neben einem Update der Elios-Traktoren und einem fast runderneuerten Grünlandprogramm, gehört auch der neue Arion 400 dazu. Wir konnten einen ersten Blick darauf werfen.

Seit dem Einstieg bei Renault Agriculture im Jahr 2003 und der kompletten Übernahme im Jahr 2008 hat sich bei den saatengrünen Traktoren viel getan. Angefangen beim Axion 900 haben die Claas-Ingenieure in den letzten Jahren zahlreiche Neuentwicklungen auf den Markt gebracht, zu denen auch die vom dlv als Maschine des Jahres ausgezeichnete Traktorenserie Axion 800 gehört. Jüngster Spross ist nun die Arion-400-Baureihe, die mit neuen Motoren und neuen Kabinen aufwarten kann. Die Modellreihe Arion 400 umfasst nun ganze sechs Typen, die einen 
Leistungsbereich von 67 kW/90 PS bis 
104 kW/140 PS Maximalleistung (ECE R120) abbilden.
 
Neu ist ein FPT-CommonRail-Motor mit 4,5 l Hubraum nach Abgasnorm Tier 4 final. Die Abgasreinigung erfolgt bei FTP mit AdBlue per SCR-Katalysator und Dieseloxidationskatalysator (DOC). Alle Modelle verfügen über einen Turbolader mit Wastegate-Ventil, 1.600 bar Einspritzdruck und Ladeluftkühlung. Die Höchstdrehmomente von 405 (Arion 410) bis 
570 Nm (Arion 460) können sich sehen lassen. Dank der einteiligen und weit öffnenden Motorhaube sind die Wartungspunkte gut erreichbar. Der Luftfilter ist vor den Kühlerpaketen angebracht – prima. Das Ölwechselintervall liegt bei zeitgemäßen 600 Bh und der Tankinhalt mit 190 l (plus 22 l AdBlue) ist Klassendurchschnitt.

Dreifachzapfwelle und aufgewertete Hydraulik

Wenig getan hat sich beim Getriebe der neuen Arion 400: Zum Einsatz kommt das Quadrashift mit 16 Vorwärts- und 16 Rückwärtsgängen. Etwas abgespeckt wurde der Zapfwellenbereich. Hier gibt es serienmäßig eine Dreifachzapfwelle (540/540E/1.000); auf die 1.000E muss man nun verzichten. Die Vorwahl der Geschwindigkeiten erfolgt elektrohydraulisch per Knopfdruck; bei den Vorgängermodellen musste hier noch ein ruppiger Verstellhebel mit Bowdenzug betätigt werden. Die Aktivierung der Zapfwelle erfolgt über die bekannten Druckknöpfe, oder extern per Druckknopf an einem der zwei Heckkotflügel. Die serienmäßig verbaute Zapfwellenautomatik orientiert sich dabei an der Aushubhöhe des Heckkrafthebers.

In puncto Hydraulik stehen nun entweder drei mechanische oder in der CIS-Variante bis zu vier elektrohydraulische, per Wippe zu bedienende Steuergeräte zur Verfügung; für die Frontladersteuerung können zwei weitere Steuerkreise integriert werden. Ein doppeltwirkendes Steuergerät sowie ein druckloser Rücklauf lassen sich auch für den Frontanbau bestellen. Neu ist für die Arion 400 eine Auswahl an drei Hydraulikkreisläufen: offen mit 60 l/min, offen mit 98 l/min oder geschlossen mit 110 l/min und Load Sensing. Der Kat II/III-Heckkraftheber stemmt bei den zwei kleinen Modellen maximal
4,6 t, bei den größeren Typen 5,75 t. Auch diese
Werte liegen etwa im Klassendurchschnitt. Die
2,8 t maximale Hubkraft des integrierten Frontkrafthebers sind ebenfalls klassengemäß. mu

Den vollständigen Bericht zum Arion 400 und zu den weiteren Claas-Neuheiten lesen Sie der Ausgabe September/Oktober 2014 der traction.
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