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Gülleansäuerung

Wenn die Säure mit der Gülle

Gülleausbringung mit SyreN und Schleppschuh
am Montag, 09.08.2021 - 09:15

Setzt man der Gülle beim Ausbringen Schwefelsäure zu, geht weniger Stickstoff verloren und mehr in die Pflanzen. So die Theorie …

Lohnunternehmer Dennis Struß aus dem Landkreis Diepholz hat den Schritt gewagt: Seit letztem Jahr bietet er seinen Kunden an, ihre Gülle während der Ausbringung anzusäuern. Diese erhoffen sich, dass dadurch weniger Stickstoff als Ammoniak in die Luft ausgast, dafür mehr an die Wurzeln gelangt. Das könnte sich vor allem dort auszahlen, wo die neue Düngeverordnung die mineralische Zudüngung einschränkt. 

Spart Schwefeldünger

Der Aufwand ist allerdings beachtlich. Dennis Struß arbeitet mit dem System SyreN des dänischen Herstellers Biocover. Die Funktionsweise ist simpel. In der Front trägt der Traktor einen Tank und eine hydraulisch angetriebene Säurepumpe. Direkt vor dem Gestänge wird die Säure in einer Mischkammer in die Gülle eindosiert.

Gefahrgut braucht eigene Logistik

Gülle mit Schwefelsäure versetzt auf dem Feld

Weil es sich bei Schwefelsäure um ein Gefahrgut handelt, gibt es beim Einsatz einige Vorschriften. Dennis Struß liefert die Säure in doppelwandigen IBC-Containern zum Feldrand, von wo sie direkt in den Frontanbau am Traktor eingebaut werden können. 
Ein zweites System des Lohnunternehmers kommt von Briri und kann die Säure über den Frontandockarm aufnehmen. Der Fahrer, der die Säure zum Feld bringt, braucht eine entsprechende Schulung. Das Fahrzeug ist als Gefahrguttransport zu kennzeichnen.

Vieles ist für Dennis Struß noch Ausprobieren. Ob die Säure wirklich zu Mehrertrag durch konservierten Stickstoff führt, wird sich letztlich erst bei der Ernte 2021 zeigen. Erste Eindrücke konnte der Lohnunternehmer dennoch schon sammeln.

Wie hoch die Kosten sind, was die Wissenschaft dazu sagt und wie das Fazit von Dennis Struß ausfällt lesen Sie in traction Ausgabe Juli/August 2021 oder im Digitalmagazin.

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