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Marktübersicht

Die Saubermacher

Hochdruckreiniger
am Montag, 06.01.2020 - 14:18

Der Platzhirsch unter den Hochdruckreinigern ist in Deutschland seit langem die wohlbekannte Marke im gelben Design. Der Markt gibt aber noch weit mehr her.

Hochdruckreiniger

Prinzipiell kann man sagen: Viel hilft viel, je mehr Druck, desto besser die Reinigungsleistung eines Hochdruckreinigers. Als einfachste Ausführung gilt die Kaltwassertechnik, sie eignet sich sowohl für Großflächen als auch den Dauereinsatz. Wer buchstäblich mehr Dampf braucht, landet bei den Heißwassergeräten. Sie reinigen bei gleichem Druck noch besser und können Wasser aus der Leitung auf über 150 °C erhitzen. Beim Heißwasser-Hochdruckreiniger sorgt Heizöl für die nötige Temperatur, bei Profigeräten kann diese auch eingestellt werden.

Auf den ersten Blick könnte man denken, durch so ein Gerät viel Wasser zu verbrauchen. Genau das Gegenteil ist aber der Fall, denn der Wasserverbrauch eines normalen Schlauchs ist wesentlich höher, da der Durchmesser des Strahls größer ist. Als Beispiel: Ein regulärer 3/4-Zoll-Schlauch lässt bei 4 bar Leitungsdruck etwa 200 l/min durch, ein dünnerer 1/2-Zoll-Schlauch nur noch etwa 50 l/min – das ganze aber ohne Strahldüse, durch die wird der Durchmesser nochmals verringert. Der Druck bleibt dabei immer gleich, lediglich die Wassergeschwindigkeit nimmt zu. Ein Hochdruckreiniger dagegen kann den Wasserdruck auf bis zu 180 bar erhöhen und so mit weniger Wasser ebenfalls zu hohen Geschwindigkeiten an der Düse kommen. Diese ist zudem noch kleiner als die eines regulären Schlauchs. Daher beträgt der Wasserverbrauch bei durchschnittlichen Hochdruckreinigern etwa 15 l/min, die größten Geräte kommen auf 20 bis 25 l/min.

Die günstigsten Pumpengehäuse sind aus Kunststoff und dürfen laut Hersteller meist nur etwa 10 min lang im Dauerbetrieb eingesetzt werden, etwas besser sind glasfaserverstärkte Pumpen. Aluminiumgehäuse sind schon wesentlich hochwertiger, die haltbarste Lösung aber sind Messingpumpen. Edelstahlkolben mit Keramikbeschichtung sind ebenfalls ein Qualitätsmerkmal. Bei größeren Geräten ist es fast überall möglich, dem Wasser Reinigungsmittel beizumischen. Wer am Waschplatz keinen passenden Stromanschluss hat, bekommt auch Geräte, deren Pumpe durch einen Verbrennermotor angetrieben wird. Das erleichtert auch den mobilen Einsatz, wobei ein Wasseranschluss natürlich unabdingbar ist – zumindest fast immer. Für Waschhallen eignen sich auch stationäre Hochdruckreiniger.

Die ausführliche Marktübersicht mit Tabellen lesen Sie in traction Ausgabe Januar/Feburar 2020.

Mit Material von Tobias Meyer
traction Magazin

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