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Trend

Schieben statt Ziehen

BPW Agro Drive
Felix Ammon
am
08.03.2019

Triebachsen blicken auf eine lange Historie in der Landtechnik zurück, wurden schon fast vergessen und erleben im digitalen Zeitalter wieder eine Renaissance. Mit neuen Technologien werden sie gehäuft verbaut – wir stellen die verschiedenen Systeme vor.

Extreme Wetterbedingungen und Einsatzgebiete stellen hohe Anforderungen an Landwirte und Lohnunternehmer. Dabei wird nicht nur die Bodenbearbeitung zur Herausforderung, sondern auch die Erdbewegung auf Großbaustellen und die Ernte. In immer kleineren Erntefenstern überrollen immer größere, schwerere Abfahrgespanne den Acker für mehr Schlagkraft. Bei trockenen Be- dingungen kein Problem – doch wie sieht es aus, wenn geerntet werden muss, obwohl keine optimalen Bedingungen herrschen?

BPW Agro Drive

Schon seit Mitte des vergangenen Jahrhunderts werden Triebachsen an Anhängern verwendet, um leichte und PS-schwache Traktoren zu unterstützen. Damals wurde der Antrieb mechanisch per Wegzapfwelle realisiert. Im Laufe der Zeit setzten sich PS-starke Traktoren mit Allradantrieb durch und die mechanische Triebachse verschwand vorwiegend an Anhängern.

Die Entwicklung schritt weiterhin fort – elegantere und exiblere Systemlösungen mussten folgen, die man in Antrieben mit Hydraulikmotoren fand. Diese Antriebsart findet man heutzutage wieder vermehrt in modernen Landmaschinen. Hierbei werden sie verwendet, um bessere Traktion in unwegsamem Gelände zu erreichen oder um den Traktor zu entlasten und Boden-Gefügeschäden durch Schlupf und hohe Radlasten zu reduzieren.

Eine der neuesten Entwicklungen ist ein elektrischer Antrieb für Anhänger mit Wirkungsgraden zwischen 65 bis 75 Prozent. Verschiedene Konzepte für elektrifizierte Achsantriebe wurden bereits vorgestellt. Teilweise sind diese serienreif, wie zum Beispiel das Triebachsensystem „FSA“, welches von Fliegl Agrartechnik stammt.

Mehr zu angetriebenen Achsen, deren Einsatzgebiete und Funktionsweise lesen Sie in traction Ausgabe März/April 2019.

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