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Schritt halten – ISOBUS nachrüsten

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Alter Traktor, neues ISOBUS-Gerät? Sicher ein übertriebenes Beispiel, aber dieses Bild bringt den vermeintlichen Widerspruch voll auf den Punkt. © Matthias Mumme/traction
Lena Kampschulte, traction ,
am
22.01.2018

ISOBUS ist mittlerweile Standard an so gut wie allen Traktoren und Anbaugeräten. Für ältere Schlepper ohne ISOBUS gibt es diverse Nachrüstlösungen.

Landwirtschaft 4.0 heißt das neue Stichwort – einfaches Schrauben war gestern. Was aber, wenn die eigene Technik da noch nicht mithalten kann? Im Bereich ISOBUS gibt es dafür verschiedenste Nachrüstlösungen. Wir haben alle Infos für Sie zusammengestellt.

ISOBUS-Nachrüstmöglichkeiten

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Die ISOBUS-Stecker können einfach im Heck der Maschine montiert werden. © Werkbild

Die Vorteile von ISOBUS liegen klar auf der Hand. Die weltweite BUS-Normung erleichtert das Zusammenspiel von Traktor und Arbeitsgerät, Art und Hersteller spielen dabei keine Rolle. Mit unterschiedlichen ISOBUS-Controllern lassen sich komplizierteste Vorgänge und sogar mehrere Maschinen gleichzeitig steuern – eine echte Arbeitserleichterung. Bereits ab Werk können Schlepper deshalb mit ISOBUS-fähigen Terminals und Steckdosen ausgestattet werden. Für Traktoren ohne eingebautes BUS-Terminal gibt es verschiedene Möglichkeiten zur Nachrüstung. Der Aufwand für die Nachrüstung hängt davon ab, welche Voraussetzungen der Schlepper mitbringt. Ist er bereits mit einem BUS-System und einer ISOBUS-Steckdose ausgestattet, fällt nur ein Verbindungskabel von der Signalsteckdose in die Kabine zum Terminal an. Eine weitere Möglichkeit: Der Schlepper ist bereits mit einem BUS-System vorgerüstet, hat aber keinen Anschluss dafür. Hier muss dann die ISOBUS-Hecksteckdose mit entsprechender Verkabelung nachgerüstet werden. Aber auch Schlepper ohne jegliche BUS-Ausstattung können nachgerüstet werden. Das ist nicht aufwändiger, als ein propriertäres Terminal anzuschließen.

Hersteller und Angebot

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Kompetenz aus dem Hause Kverneland: Mit dem ISOMatch Tellus können zwei Bildschirme dargestellt werden. © Werkbild

Für die vielfältigen Nachrüstmöglichkeiten gibt es verschiedenste Hersteller und Produkte. CCI ist ein Zusammenschluss verschiedener Landtechnik-Hersteller und wird ab Frühjahr eine eigene Nachrüstlösung anbieten – den IRK. Dieser Satz ist nach ISO 11783-2 zertifiziert. Daneben bieten auch Anedo, Fliegl, Müller Elektronik, Reichhardt und WTK Lösungen an. Auch Krone arbeitet an einem eigenen Nachrüstsatz. Ebenso gibt aus dem Hause Kverneland eine Lösung. Für  ältere Schlepper bietet der Konzern Kabelsätze zum Nachrüsten an: das IMPowerSet. Über 80 Prozent aller Kverneland ISOBUS-Terminals in Deutschland und Österreich werden mit der IMPower-Variante ausgeliefert – das sind etwa 250 bis 300 Traktoren pro Jahr. Die Bedeutung ist also groß. 

Sie wollen mehr über die unterschiedlichen Nachrüstlösungen erfahren? In der aktuellen traction (1/2018) finden Sie den ausführlichen Bericht mit allen verschiedenen Möglichkeiten.

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