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traction-Tests

Schwerer Schwabe

Externer Autor
am
05.11.2015

Mit der Serie 9 TTV will Deutz-Fahr im Premiumsegment der oberen Schleppermittelklasse mitmischen. Mit welchen technischen Lösungen das gelingen soll, haben wir im Fahrbericht mit dem Topmodell Agrotron 9340 TTV überprüft.

Mit der Serie 9 TTV will Deutz-Fahr im Premiumsegment der oberen Schleppermittelklasse mitmischen. Mit welchen technischen Lösungen das gelingen soll, haben wir im Fahrbericht mit dem Topmodell Agrotron 9340 TTV überprüft.
Vor genau zwei Jahren präsentierte Deutz-Fahr die Serie 9 auf der Agritechnica in Hannover. Nun rollen endlich die ersten Exemplare in Lauingen vom Band. Bis dato war der Hersteller im Leistungssegment über 300 PS nicht vertreten und musste dem Wettbewerb das Gebiet überlassen. Doch das soll sich jetzt ändern. Ob sich die Konkurrenz vor dem neuen Großtraktor fürchten muss oder die 9er nur ein attraktives Äußeres bieten, haben wir bei einem ersten Praxiseinsatz herausgefunden.
 
Beim Blick unter die schicke Motorhaube zeigt sich bekannte Technik. Den
 7,8-l-Sechszylinder von Deutz (TTCD 7.8 L06 4V) verbauen die Wettbewerber schon seit Jahren. Deutz-Fahr mutet dem Aggregat aktuell jedoch "nur" 340 PS Maximalleistung im stärksten der drei Modelle der Baureihe zu. In Zahlen: Die drei 9er leisten nach ECE-R120-Norm zwischen 204 kW/277 PS und
232 kW/316 PS bei 2.100 U/min Nenndrehzahl. An maximalem Drehmoment bringen die drei 9er zwischen 1.205 und 1.372 Nm bei 1.500 U/min mit, wobei sich von 1.700 bis 1.100 Touren quasi ein Drehmomentplateau ausbildet. Für die Reinigung der Abgase nach den Emissionsgrenzen der Tier-4-final-Norm setzen die Lauinger neben einer externen gekühlten Abgasrückführung auf eine SCR-Abgasnachbehandlung (mit SCR-Katalysator, aber ohne Dieseloxidationskatalysator) und einen auf Lebensdauer ausgelegten Partikelfilter. Da diese Elemente zumeist unter der Motorhaube untergebracht wurden und die elektrische Motorhaubenöffnung eine aufwändige Kinematk benötigt, ist der Sechsender sehr verbaut.

Stufenlos mit ZF

In Sachen Getriebe gibt es die Serie 9 nur stufenlos-leistungsverzweigt. Deutz-Fahr bleibt seinem Lieferanten ZF treu, der das neue Terramatic TMT 32 mit aktiver Stillstandsregelung beisteuert. Es basiert auf dem Eccom-System mit Lamellenkupplungen und bietet vier automatisch geschaltete Fahrbereiche. Als Fahrstrategien können Automatikmodus, Zapfwellenmodus und manueller Modus vorgewählt werden. Tempomaten gibt es jeweils zwei für Vorwärts- und Rückwärtsfahrten, die per Drucktaster auf dem Joystick abgerufen oder ins Vorgewendemanagement programmiert werden können.

Typisch Deutz-Fahr sind die hohen Hubkräfte. Der Heckkraftheber (serienmäßig Kat. IV, auf Wunsch Kat. III) stemmt laut Hersteller bis zu 12 t in die Höhe, vorne sind es maximal 5 t. Gut: Der Frontkraftheber kann optional mit einer elektronische Höhenführung, also eine Art Front-EHR, bestellt werden und wird per Akkumulator schwingungsgedämpft. Neben der externen Bedienung vorne können auch zwei Steuergeräte und die optionale Frontzapfwelle extern bedient werden – alles beidseitig! mu
 
Den vollständigen Testbericht zur Serie 9 TTV von Deutz-Fahr lesen Sie in traction-Ausgabe November/Dezember 2015.
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