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Trends & Wissen

Servicekosten unter Kontrolle

Externer Autor
am
20.07.2015

Ob Wartung oder Reparaturen – Maschinen und Geräte müssen ab und an in eine Werkstatt. Serviceverträge und Gewährleistungsverlängerungen können vor unerwarteten Kosten schützen. Diese Verträge können sich, müssen sich aber nicht lohnen.

Eine teure Maschine zu kaufen ist das eine, sie Instand zu halten das andere. Um sich vor einer Kostenfalle abzusichern, gibt es viele Angebote – von der verlängerten Garantie, über einen einfachen Vorsorge-Wartungsvertrag bis hin zu einem natürlich teureren Vertrag mit komplexer Gesamtkostenübernahme. Während manche Hersteller ihren Vertriebspartner fertige Pakete schnüren und verkaufen, überlassen es andere ganz den Händlern, Verträge anzubieten – auch von herstellerunabhängigen Versicherern
 
Die Verträge beziehen sich dabei meist auf Traktoren, Selbstfahrern, Erntetechnik und hochwertige Ballenpressen. Daraus können beide ihre Vorteile ziehen: Die Werkstatt kann die Arbeit besser planen und hat eine höhere Auslastung. Diese Vorteile kann er in Form des Preises an den Kunden weitergeben. Der Landwirt behält den Überblick über die Kosten für Wartung und Reparatur und kann unter Umständen den Weiterverkaufswert der Maschine steigern. Außerdem hat man bei einer Kulanzanfrage vermutlich bessere Karten, wenn für die Maschine ein Servicvertrag beim Hersteller besteht.  
 

Verhandeln hilft

Bei der Entscheidung für oder gegen einen Vertrag können folgende Fragen helfen:
  • Wie viel geben Sie durchschnittlich
für Reparaturen aus?
  • Wie hoch ist der Wert Ihrer Maschinen?
  • Halten Sie Service- und Wartungsintervalle ein?
Was den Preis betrifft, kann ein Umdenken überzeugen: Kostet der Servicevertrag eine vierstellige Summe oder drei Cent je Tonne gehäckselten Mais? Bei Preisverhandlungen ist auch der Landmaschinenhändler gefragt: Sie können beispielsweise Policen von Versicherungsagenturen vermitteln oder mit dem Verkauf einer neuen oder gebrauchten Landmaschine Reparaturkosten-Hilfe anbieten. Neumaschinenverkäufer sind meist wenig motiviert, so etwas zu verkaufen. Und die Meister sehen sich eher als Techniker und nicht als Policenverkäufer.
 
Deshalb kann es helfen, offensiv und argumentativ auf den Landmaschinenhändler zuzugehen: „Ich hatte mit meinem Maschinenpark in den vergangenen Jahren Servicekosten von jährlich 38.000 bis 42.000 Euro. Wollen wir eine feste Vereinbarung über 40.000 Euro jährlich abschließen? Das bringt uns beiden Sicherheit und Planbarkeit“. Mit diesem Fakt und etwa einem Monat Zeit kann der Händler darüber nachzudenken und sich einen Partner für dieses Geschäft zu suchen. je & mö
 
Details zu Serviceverträgen und einen Überblick über das Angebot der Hersteller und Händler finden Sie in der traction-Ausgabe Juli/August 2015.
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