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Vergleich

Sparfuchs oder volle Hütte?

JD Vergleich breit
Matthias Mumme, traction
am
03.01.2018

Zweimal gute 200 PS vom gleichen Hersteller – doch mit mehr als 30.000 Euro Preisdifferenz: John Deere 6195M und 6195R im Vergleich.

Unterschiedliche Zielgruppen

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Mit den Baureihen 6M und 6R richtet sich John Deere an unterschiedliche Zielgruppen – so auch mit dem 6195M (dem stärksten Modell der Baureihe 6M) und dem 6195R. Zwar lässt sich der 6R auch mit geringem Ausstattungslevel bestellen, doch stehen ihm bestimmte Features exklusiv zu. Dazu gehören beispielsweise das DirectDrive- und das AutoPowr-Getriebe, aber auch 50 km/h Endgeschwindigkeit, IPM-Motormanagement und elektrohydraulische Steuergeräte – und vieles, vieles mehr. Damit trifft der 6195R den Geschmack von Landwirten wie auch Lohnunternehmern, die einen Traktor für vielseitige Arbeiten und einem hohen Maß an Bedienerkomfort suchen.

Der 6195M hingegen wird als inoffizieller Nachfolger der Baureihen 7000 und 7010 gehandelt, und tritt mit etwas rustikalerer Technik an. Doch das reicht für einige Kunden aus, beispielsweise im Gemüsebau mit vielen Saisonkräften, aber auch zum Ziehen von Halfpipes auf Großbaustellen – wo ohnehin nicht schnell gefahren werden darf, und ein mechanisches Steuergerät zum Abkippen völlig ausreichend ist.

Theorie und Praxis

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Wir haben beide Schlepper im Praxiseinsatz vergleichen – aber auch mögliches Ausstattungsoptionen auf dem Papier gegenübergestellt. Beim Arbeiten mit den Traktoren zeigen sich schnell deutliche Komfortunterschiede. Beide Schlepper fahren zwar mit Vorderachs- und Kabinenfederung auf (mechanisch und hydraulisch; teilweise optional), der 6195R bietet aber die bessere Rundumsicht und dank größerer Kabine mehr Platz für den Beifahrer. Dazu wird der Fahrer durch elektrohydraulische Steuergeräte mit Zeit- und Mengenregelung entlastet, und muss dank der ergonomischen Bedienarmlehne weniger umgreifen. Weiterhin ist das Vorgewendemanagement umfangreicher ausgelegt und lässt sich bequem editieren. Zudem ist für den Frontkraftheber eine Lageregelung lieferbar – ebenso wie eine ISOBUS-Steckdose, die wie beim 6195M natürlich auch im Heck optional geordert werden kann. Weitere Pluspunkte sind die bis zu 38 PS höhere abrufbare Motorleistung des 6195R – dank IPM ist diese bei Zapfwellen- und Transportarbeiten verfügbar. Dazu kommen die erwähnten 50 km/h Endgeschwindigkeit. Und: Beim getesteten 6195R mit DirectDrive-Getriebe (8 Lastschaltstufen) kamen wir im Feld ohne Gruppenwechsel aus, auf der Straße mit nur einem Gruppenwechsel. Beim CommandQuad Plus Ecoshift des 6195M benötigten wir bei Transportarbeiten stets zwei bis drei Gruppenwechsel, während wir mit den vier Lastschaltstufen und der Übersetzung beim Grubbern an die Einsatzgrenzen kamen.

Den ausführlichen Vergleich lesen Sie in traction Ausgabe Januar/Februar 2018.

https://aboservice.dlv.de/traction.html

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