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DLG PowerMix & Praxistest

Spürbare Mehrleistung

traction Fendt 1042 Vario Breitbild
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Matthias Mumme, traction
am
20.03.2018

Mit dem 1042 Vario richtet sich Fendt auch an bisherige 939 Vario-Kunden. Wir haben im DLG PowerMix und im Praxiseinsatz überprüft, ob die rund 50.000 Euro Preisunterschied gerechtferttigt sind.

Unterschiedliche Klassen

traction Fendt Duell Schmuckbild 1

Schaut man sich die technischen Daten der beiden ungleichen Testkandidaten an, so könnte unser Vergleich etwas unfair anmuten. Jedoch: Der 1042 Vario wird seitens Fendt bei einigen Kunden auch als Ablöse des 939 Vario positioniert – vor allem dort, wo Besitzer und Fahrer mit der ausgereizten Leistung des 939ers nicht 100%ig zufrieden waren. Der 1042 Vario bringt mehr Reserven mit, was an vielen Faktoren liegt:

  • großvolumiger Motor mit Niedrigdrehzahlkonzept
  • längerer Radstand, größere Räder
  • höheres Einsatzgewicht, höheres zulässiges Gesamtgewicht
  • Vario-Getriebe der 2. Generation mit intelligentem Allradantrieb
  • stärkere Ballastierung
  • optional doppelt so hohe Hydraulikleistung

Dabei ist die Baureihe 1000 Vario eine Klasse über den 900ern aufgestellt. Während letztere einen Leistungsbereich von 275 bis 396 PS abdecken, beginnen die 1000er erst bei 396 PS und enden bei 517 PS. Doch allein die PS-Werte sagen wenig aus – denn sie veranschaulichen nicht, ob die Mehrleistung auch wirklich in mehr Produktivität umgesetzt wird, und falls ja: bei welchem Verbrauch und zu welchen Gesamtkosten. Die Zauberworte heißen also: Effizienz & Wirtschaftlichkeit.

Massiv mehr Drehmoment

traction Fendt Duell_Schmuckbild 2

Zunächst haben wir die Messwerte der DLG verglichen, wofür wir den 1042 Vario auf Zapfwellenprüfstand und Rollenprüfstand (PowerMix schickten). Der 939 Vario wurde bereits 2015 in allen Disziplinen durchgemessen.

Schon an der Zapfwellenbremse zeigte der 1042 Vario deutlich mehr Maximaldrehmoment, ein extrem weites Drehmomentplateau und eine völlig andere, an das Niedrigdrehzahlkonzept angepasste Verbrauchscharakteristik. Dabei zeigte sich, dass der 1042 Vario zwar 15 Prozent Mehrleistung, aber 35 Prozent mehr Drehmoment auf die Kurbelwelle drückt. Der spezifische Verbrauch liegt dabei 23 bis 41 g/kWh niedriger als beim 939 Vario, wobei der 1042er aufgrund seiner einfacher gehaltenen Abgasreinigung jedoch deutlich mehr AdBlue verbraucht.

Ähnliche Leistungsunterschiede zeigten sich im DLG PowerMix, bei der maximalen Zugleistung und auch bei unseren eigenen Feldmessungen vor Kurzscheibenegge und Schwergrubber.

Alle Messwerte, zwei Praktikermeinungen, eine Betrachtung der Wirtschaftlichkeit und das Fazit lesen Sie im 13-seitigen Testbericht in traction Ausgabe März/April 2018.

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