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traction-Tests

Stufenlos und stark

Externer Autor
am
05.11.2015

Ende 2013 zeigte McCormick seinen stufenlosen X7 als Premiere auf der Agritechnica. Nun sind die Traktoren endlich verfügbar. Wir haben uns vor einer Kurzscheibenegge einen ersten Eindruck verschaffen können.

Ende 2013 zeigte McCormick seinen stufenlosen X7 als Premiere auf der Agritechnica. Nun sind die Traktoren endlich verfügbar. Wir haben uns vor einer Kurzscheibenegge einen ersten Eindruck verschaffen können.
Die Marke McCormick fristet in Deutschland auch heute noch eine Nische. Schuld daran war unter anderem ein Imageschaden durch Qualitätsmängel an früheren Baureihen. Das ist lange her – und heute hört man von immer mehr zufriedenen Kunden der Marke. Was McCormick noch fehlte, war ein Schlepper mit stufenlos-leistungsverzweigtem Getriebe. Diese gibt es fortan optional für die X6- und X7-Baureihen. Die Baureihe X7 VT-Drive umfasst fünf Modelle, davon drei mit Vierzylindermotor und zwei mit Sechsendern unter der Haube. Wir haben das Topmodell X7.670 in der Praxis getestet.

McCormick setzt mittlerweile auf bewährte Komponenten. Im Falle des Motors handelt es sich um den 6,7-l-Sechszylinder von Fiat Powertrain (FPT). Der Vierventiler arbeitet mit maximal 1.750 bar Einspritzdruck und einem Turbolader (für Tier 4i noch ohne variable Turbinengeometrie). Damit stehen im X7.670 bei
2.200 U/min Nenndrehzahl 122 kW/166 PS an der Kurbelwelle an (Leistung nach ISO 14396). Bei Drehzahlabfall produziert der Common-Rail eine Überleistung von 7 kW/11 PS, und mit Boost (den McCormick PowerPlus nennt) sind bei Transportarbeiten in Fahrbereich 4 sowie bei Zapfwellenarbeiten ab 0,5 km/h bis zu 138 kW/188 PS abrufbar. Die maximalen Drehmomente von 726 Nm ohne und 810 Nm mit Boost (jeweils bei rund 1.300 U/min) können sich sehen lassen!

Italiener mit Deutsch-Kenntnissen

In Sachen Getriebe setzen die Italiener auf deutsches Know-how: das Terramatic TMT 18 von ZF (und in den Vierzylindermodellen das kleinere TMT 16). Das TMT 18 bietet vier automatisch schaltende Übersetzungen, vorwärts bis 50 km/h und rückwärts bis 30 km/h. Per Knopfdruck kann der Fahrer die Höchstgeschwindigkeit an jeden der vier Bereiche individuell anpassen. Dadurch passt sich das Ansprechverhalten des Fahrpedals oder des Multifunktionshebels (je nach Fahrstrategie) der Geschwindigkeit an.
 
In puncto Hydraulikleistung und Hubkräfte sind die X7 voll auf der Höhe der Zeit: Das Bosch-Pumpensystem (Load Sensing) liefert bis zu 123 l/min an sechs doppelt wirkende Steuergeräte. Für Lenkung und Getriebe gibt es eine separate 44 l/min-Pumpe. Alle Steuergeräte lassen sich in Durchflussmenge und Aktionszeit stufenlos im Bedienterminal einstellen. mu

Den vollständigen Testbericht zum X7 von McCormick lesen Sie in der traction-Ausgabe November/Dezember 2015.
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