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Manitou MLT 420 60 H

Teleskoplader: Schlankster Manitou im Test

Manitou MLT 420 60 H
am Mittwoch, 01.07.2020 - 09:56

Mit dem neuen Teleskoplader MLT 420 60 H stößt Manitou in das Segment der Kompakten vor. Beim Fahren vergaßen wir das aber schnell.

Seit Jahren hat Manitou den kleinen MT 420 60 H für die Baustelle im Programm. Doch nun wollen die Franzosen ihren Mini auch an den Landwirt bringen – und haben ihn daher zum MLT aufgerüstet.

Die Agrarversion hat vor allem ein größeres Kühlsystem mit Wendelüfter und größeren Waben an den Kühlrippen. Der Teleskoparm ist schwingungsgedämpft, die Reifen speziell für die Landwirtschaft.

Das Ergebnis ist knapp zwei Meter hoch, 1,49 m breit und hebt zwei Tonnen auf bis zu 4,3 m Höhe. Die Kraft dafür nimmt es aus einem Kubota-Vierzylinder-Diesel mit 2,6 Litern Hubraum und 57 PS. Dieser versorgt auch das stufenlose hydrostatische Getriebe, das die 4,1-Tonnen-Maschine auf bis zu 25 km/h beschleunigt.

 

Leichter Einstieg

Eines fiel uns noch vor der Arbeit auf: Selten haben wir eine Maschine getestet, in die man so leicht ein- und aussteigen kann.

Wer schon einmal einen „echten” Manitou-Teleskoplader gefahren hat, fühlt sich in der Miniversion sofort zu Hause. Viele Elemente sind gleich, allen voran der Joystick Switch Move (JSM), der selbst beim kleinsten Anfassen die Hydraulik exakt ansteuert und den Arm präzise bewegt.

Die Hydraulikpumpe bekommt ihr Öl aus einem 70-Liter-Tank und fördert 77 l/min.

Drei Modi, ein Problem

Kabine des Manitou MLT 420 60 H

Der MLT hat drei Arbeitsmodi: Standard, Schaufel und „hängende Lasten“. Im Standardmodus greift ein Sensor ein, wenn die Maschine zu kippen droht gemäß der Norm EN 15000.

Im Schaufelmodus lassen sich Anbaugerät und Arm frei bewegen, solange man nicht überladen hat. Im Test konnten wir leicht etwas Material von der Schaufel buxieren, wenn wir mal wieder zu gierig geladen hatten. Wir mussten den EN 15000-Sensor kein einziges Mal „überstimmen“ – gut, denn dafür bräuchte man beide Hände.

Im Modus für hängende Lasten sind die Sicherheitsmargen des Standardmodus um 10 % erweitert und das Anbaugerät lässt sich nicht neigen.  Er eignet sich z.B. für die Arbeit mit einer Winde.

Die meisten Landwirte dürften überwiegend im Schaufelmodus arbeiten, den man nach jedem Start der Maschine neu wählen muss. Zugegeben: Das hat uns am Anfang genervt. Schon bald machten wir es aber automatisch, ohne darüber nachzudenken.

 

Fazit: Stolze Maschine, stolzer Preis

Manitou ruft einen stolzen Preis für den Kompaktlader auf – kann sich das aber leisten. Im Test erfüllte uns der MLT 420 60 H alle Wünsche: Wendig auf engstem Raum, dennoch sehr kraftvoll beim Heben und Fahren und dann auch noch sehr komfortabel.

In zwei Punkten mussten wir jedoch Abstriche von der positiven Bewertung machen. Welche das sind und was der Mini-Manitou kostet, lesen Sie in der traction-Ausgabe Juli/August 2020.

 

 

Mit Material von Simon Henley, Farm Machinery Journal
traction Magazin

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