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Technik

Wenn dem Turbo die Puste ausgeht

traction Turbolader schmal
© traction/Werkbild
von am
18.01.2018

Kaum ein Nutzfahrzeugmotor wird heute ohne Turboaufladung ausgeliefert. Treten hier Defekte auf, müssen die Ursachen sorgsam diagnostiziert und behoben werden.

Vielfältige Ursachen

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Turbolader kommen in der Regel von Zulieferern wie BorgWarner, CZ, Garret oder Holset. © traction/Werkbild

Es gibt sie heute in allen möglichen Variationen: als einfacher Turbo, mit Wastegate-Regelung, mit Variabler Turbinengeometrie (VTG), als serieller Reihenturbolader oder bei V-Motoren sogar als Bi-Turbo oder serieller Bi-Reihenturbolader. Dank der künstlichen Aufladung steigt die Leistung bei reduziertem Verbrauch. Doch vor allem angesichts der immer strengeren Abgasregularien häufen sich Schäden an Turboladern. Die Ursachen reichen dabei von Undichtigkeiten im Schmiersystem über verstopfte Entlüftungen bis hin zu defekten AGR/EGR-Ventilen und mechanischen Schäden. Dabei ist wichtig: Die Problemursachen müssen vom Profi genau analysiert und behoben werden, denn sonst droht schon bald nach der Reparatur neues Ungemach. Spezialisten wie BTS-Turbo oder Motair bieten hier einen kompetenten Service an.

Neu kaufen oder aufbereiten?

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Durch die strengen Abgasnormen nehmen Turboladerschäden zu. Wenn das Gehäuse intakt ist, kann eine Aufbereitung wirtschaftlicher sein als ein Neukauf. © traction/Werkbild

Bei eingetretenem Schaden stellt sich oft die Frage: Neu kaufen und ersetzen, oder aufbereiten? Beim Kauf eines neuen Turbos kann man viel Geld sparen, wenn man nicht direkt beim Maschinen- oder Motorenhersteller bestellt, sondern beim Turbo-Spezialisten. Denn was viele nicht wissen: Kaum ein Hersteller produziert seine Turbolader selbst, oftmals handelt es sich um Zuliefereteile von BorgWarner, CZ, Garrett oder der zu Cummins gehörenden Marke Holset.

Ist das Gehäuse noch intakt und nicht gerissen, so lassen sich Turbolader häufig preiswert aufbereiten. Wichtig dabei ist jedoch, dass dies nur bei akkreditieren Spezialisten durchgeführt wird. Denn auch in diesem Bereich des Teilemarktes tummeln sich Schwarze Schafe – und wer Pech hat, riskiert nach dem Einbau eines Billig-Teils einen kapitalen Motorschaden. Bei Preisen von bis zu 75.000 Euro für Landmaschinenmotoren sollte man sich das wahrlich zweimal überlegen ...

Den ausführlichen 6-seitigen Artikel mit Schadensursachen-Matrix und weiteren detaillierten Hinweisen zu Ansprechpartnern und zur Schadensdiagnose lesen Sie in traction Ausgabe Januar/februar 2018.

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