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traction-Tests

V8 auf Samtpfoten

Externer Autor
am
03.07.2015

Auf der Agritechnica 2013 präsentierte Vredo seinen neuen VT 5518-3 mit drei Achsen, V8-Motor von Deutz und eigenem Stufenlosgetriebe. Was der Gülletrac so kann, haben wir in Schleswig-Holstein begutachtet.

Den Vredo VT 5518-3 hätten wir uns als Kinder sicherlich alle im Landtechnikquartett gewünscht. Mit ihm auf der Hand hätte man  die Mitspieler reihenweise geschlagen. Wer kann schon bei acht Zylindern, 600 PS und einem 32.000 l fassendem Gülleaufbau "Stich" sagen? Unser jugendliches Alter Ego wäre also schon mal überzeugt.
 
Doch zurück ins Jetzt: Vor zwei Jahren hat Vredo die Typen 5518-2 (Zweiachser) und den 5518-3 (Dreiachser) vorgestellt und damit für einiges Aufsehen gesorgt. Denn nicht (nur) die schiere Größe des Gülletracs begeistert, sondern auch die Tatsache, dass die Niederländer auf ein zusammen mit Sauer Bibus und Zuidberg entwickeltes stufenlos-leistungsverzweigtes Getriebe setzen. Ob der Vredo auch den Spagat zwischen Schlagkraft und Bodenschonung schafft und welche Details noch im 5518-3 stecken, haben wir uns in Niebüll nahe der dänischen Grenze im Test genauer angesehen. 

600 PS und 25 t Leergewicht

Der fast 16 l große V8-Motor von Deutz leistet 600 PS und 2.650 Nm Drehmoment und ist in der Mitte des Fahrgestells untergebracht. So ist das Gewicht gut verteilt und der Schwerpunkt niedrig. Allerdings ist der Motor für die Wartung so schwerer zugänglich. Von den Seiten kommt man über Klappen heran, um beispielsweise den Ölstand zu kontrollieren. Doch für umfangreichere Arbeiten muss der Tank des Gülletracs angehoben werden. Das geht hydraulisch und werkzeuglos. Auch die 10 Zoll dicken Zuleitungen für die Gülle werden automatisch über Federkraft entkoppelt.
 
Der Vredo-Trac bringt seine Kraft über 900/60 R42-Trelleborg-Reifen auf den Boden und bleibt dabei bei 3 m Außenbreite. Auch die Gesamtlänge von 11,10 m und die Höhe von 3,80 m
stellen kein Problem für eine Straßenzulassung dar. Zu den rund 25 t Leergewicht für den Dreiachser kommen weitere 4 t für das Gestänge. In schwerem Gelände treiben den 5518 – zusätzlich zu den großen Reifen – der permanente Allradantrieb sowie sperrbare Längs- und Querdifferentiale an. Mit vollem Tank darf der Gülletrac aber nicht auf die Straße. ksch

Den vollständigen Testbericht zum Gülletrac VT 5518-3 von Vredo lesen Sie in traction Ausgabe Juli/August 2015, die Sie hier bestellen können.
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