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Traction-Tests

Väderstad Spirit: (Fast) alles neu

Dieser Artikel ist zuerst in der traction erschienen.

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Matthias Mumme, traction
am
14.07.2016

Zur Agritechnica 2015 stellte Väderstad zwei neue Drillmaschinen der Baureihe Spirit vor. Wir haben das 3,0 m breite Modell getestet.

Der Grundaufbau der kleinen Spirit R entspricht im Wesentlichen dem der größeren Spirit-Typen: Als Vorwerkzeug kommt eine Carrier X-Kurzscheibeneggeneinheit zum Einsatz. Hinter den Scheiben folgt der großvolumig beräderte Reifenpacker und schließlich die Säschiene mit nachlaufenden Andruckrollen. Dahinter kann noch ein Striegel dazubestellt werden.

Die integrierte Kurzscheibenegge ist x-förmig unterteilt, das heißt, die Ausrichtung der Scheiben wechselt in der Mitte, sodass kein Seitenzug entsteht. Die konisch geformten Disc Aggressive-Scheiben mit 450 mm Durchmesser sind leicht gezahnt und einzeln mit den bekannten wartungsfreien Gummielementen abgefedert. Alle Scheiben sind dabei mit wartungsfreien, mehrfach abgedichteten SKF-Lagern ausgestattet.

Saatgut per iPad dosieren

Bei der Saatgutdosierung setzt Väderstad auf zwei Fenix III-Dosiereinheiten. Diese werden elektrisch angetrieben und können einzeln vom iPad aus zu- und abgeschaltet werden. Im Inneren sind austauschbare Dosierwalzen mit Zellenrädern verbaut, die je nach Saatgut (Feinsaaten, Normalsaaten, Bohnen usw.) gewechselt werden müssen und laut Väderstad bei 5 bis 15 km/h Arbeitsgeschwindigkeit Saatmengen von 1 bis 500 kg/ha realisieren können. Die Zellenräder sind aus weichem Gummi gefertigt, wodurch zum einen weniger Kornschäden am Übergabepunkt auf dem Vorratsbehälter auftreten, zum anderen eine Abdichtung zwischen dem Förderstrom aus dem Gebläse und dem Vorratsbehälter stattfindet. Dadurch kommen die Dosiereinheiten ohne Ejektor aus. Die Geschwindigkeitsimpulse können die Dosierer bzw. die Steuereinheit der Drille aus dem eigenen Radar oder vom Traktor-GPS beziehen.

Einfaches Abdrehen

Das Abdrehen geht einfach. Saatgutart und Saatmenge werden im Abdrehmenü der iPad-Bedienung vorgegeben. Danach wird am Dosierer kontrolliert, ob die richtige Dosierwalze eingeschoben ist. Hier kann auch gleich per Klappe der Saatgutstrom vom der Düse umgeleitet werden, sodass er im Abdrehsack landet. Per Druck auf den entsprechenden Button werden dann die Zellen vorgefüllt – dabei kann man das iPad mit zum Dosierer nehmen. Ist der Abdrehsack entleert und wieder eingehängt, so startet man durch Drücken des Touch-Buttons im iPad den eigentlichen Abdrehvorgang. Nun die ausgewogene Menge ins Abdrehmenü eingeben – fertig. Zur Sicherheit, vor allem um Fehleingaben auszuschließen, sollte man den Vorgang noch einmal wiederholen.

Die technischen Daten

  • Aufbau: Grundrahmen mit fest angebautem Offset-Reifenpacker und 2.800 l großem Saattank; auf Wunsch lange Deichsel für Zwillingsräder
  • Vorwerkzeuge: Kurzscheibenegge mit x-förmigen Disc Aggressive- Scheiben (450 mm Durchmesser, -wartungsfreie Lager und Überlastsicherung); auf Wunsch CrossBoard Heavy; Scheiben und CrossBoard hydraulisch verstellbar
  • Dosierung: 2 Fenix III-Dosierer mit elektrischem Antrieb, 2 Verteilerköpfe; elektrische Halbseitenabschaltung
  • Ablage: Doppelscheibenschare mit nachlaufender Andruckrolle; 12,5 oder 16,7 cm Reihenabstand; Schardruck zentral verstellbar (max. 80 kg)
  • Leistungsbedarf: ab 140 PS; 3 doppeltwirkende Steuergeräte
  • Preis (Liste zzgl. MwSt.): ab ca 41.000 Euro

Den vollständigen Testbericht lesen Sie in der traction-Ausgabe Juli/August 2016.

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