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Trends & Wissen

Variabel und präzise

Externer Autor
am
11.12.2014

Moderne Applikationstechniken ermöglichen pro Teilfläche nur so viel
 Dünger auszubringen, dass die Pflanzen optimal mit Nährstoffen versorgt ist. Über- und Unterversorgung kann so kleinflächig vermieden werden.

{BILD:624429:jpg}Teilflächenspezifische Düngung bezeichnet die Berücksichtigung von Wachstums- und Bodenunterschieden innerhalb eines Felds mithilfe von Technik und ist ein wichtiger Baustein im Precision Farming (deutsch: teilflächenspezifischer Pflanzenbau). Grundziel ist, die richtige Menge zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu applizieren. Das setzt eine Nährstoffgrundinventur voraus, um die vorhandene Verteilung der Nährstoffgehalte erkennen zu können. Wichtiger Baustein der Nährstoffinventur sind Bodenproben. Insbesondere die Ertragskarten haben aber dazu beigetragen, das Bewusstsein der Landwirte für die lokalen Unterschiede innerhalb ihrer Schläge zu vertiefen. Gleichzeitig wächst der Wunsch, auf Boden- und Bestandesunterschiede innerhalb der Schläge noch differenzierter als bisher zu reagieren.
 
Je nach Anwendungsgebiet kann bei der teilflächenspezifischen Düngung in Online und Offline-Verfahren unterschieden werden. Offline bedeutet, dass vor der Düngung zuerst Standortkarten erzeugt werden müssen. Das Feld wird am heimischen PC in kleine Quadrate (z. B. 20 mal 20 m) unterteilt. Jedem Quadrat wird dann eine Düngermenge zugewiesen. Solch eine Applikationskarte kann der Jobrechner des Düngerstreuers dann während der Fahrt abarbeiten. Der Traktor erhält seine Position dabei durch einen GPS-Empfänger. Aufgrund der sehr großen zeitlichen und räumlichen Heterogenität haben sich bei der Stickstoffdüngung Online-Pflanzensensoren durchgesetzt. Verschiedene Hersteller haben Messgeräte entwickelt, um den Pflanzenbestand während der Fahrt mit dem Düngerstreuer zu beurteilen. Sie ermitteln aus dem reflektierten Licht bestimmte Spektren, die über die Chlorophylmenge auf den Ernährungszustand schließen lassen.

Details zu Online- und Offline-Verfahren sowie eine Einschätzung, ob sich die teiflächenspezifische Düngung für Sie lohnt, lesen Sie in der Januar/Februar-Ausgabe 2015 der traction. Einzelne Ausgaben können Sie hier bestellen.
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