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traction-Tests

Ein Werkzeug mehr

Externer Autor
am
05.04.2015

Die neue Joker RT-Baureihe von Horsch unterscheidet sich grundlegend von den Vorgängermodellen. Neben dem neu konstruierten Rahmen zeichnen sich die Kurzscheibeneggen durch das integrierte Transportfahrwerk und die optionale Crossbar vor den Scheiben aus.

{BILD:629020:jpg} Neben der Joker RT classic wird Horsch zukünftig parallel eine neue Joker RT-Baureihe anbieten. Diese zeichnet sich in erster Linie durch ein integriertes Fahrwerk zwischen Scheibenfeld und Walze aus und ist in Arbeitsbreiten von 5, 6, 8, 10 und 12 m erhältlich. Wir haben uns die 6 m breite Variante Joker 6 RT im Einsatz auf Zwischenfrucht und Silomaisstoppel näher angesehen.
 
Die neue Joker RT wurde, was Grundaufbau und Rahmen anbelangt, komplett neu am Zeichenbrett entworfen. So fällt schon bei der ersten Betrachtung auf, dass das Fahrwerk nun – ähnlich wie bei der schwereren Joker HD – integriert wurde, während es bei der Joker RT classic nachlaufend hinter der Walze angebracht ist. Die neue Bauweise soll für mehr Freiraum zwischen Scheiben und Walze sorgen und zudem neue Tandemwalzen-Varianten zulassen, ohne zu lang zu bauen.

Eine Besonderheit ist, dass das Fahrwerk im Feldeinsatz immer ausgehoben bleibt. Am Vorgewende wird die Joker 6 RT demzufolge ausschließlich mit dem Deichselzylinder ausgehoben  – auch bei Anhängung mit Unterlenkertraverse. Das bedeutet also, dass die Walze konsequent mitläuft. Gut: Das Fahrwerk lässt sich aufgrund der Ansteuerung durch ein eigenes doppelt wirkendes Steuergerät aber auch in Arbeitsposition der Joker RT absenken, um beispielsweise in „Sandlöchern“ kurzzeitig mal die Walze zu entlasten oder um das gesamte Gerät aus schwierigen, nassen Zonen im Feld herauszumanövrieren.

Leistung: Es darf auch etwas mehr sein

Mitte Oktober 2014 haben wir die Joker 6 RT auf einer Zwischenfrucht- und einer Silomaisstoppelfläche eingesetzt. Als Schlepper kamen dabei ein Claas Axion 850 und ein Fendt Favorit 822 zum Einsatz. Bei Arbeitstiefen von 5 bis 8 cm kam der 260 PS starke Claas gut mit der Kurzscheibenegge klar. Der Fendt war mit seinen 210 PS bereits auf ebenen Flächen deutlich an seiner Leistungsgrenze – auch was die Traktion anbelangt. Unter 250 PS sollte man daher nicht ansetzen. Auf schweren Böden und in Hanglagen sind aber auch 300 bis
350 PS sicher nicht zu viel.
 
Auf den mittelschweren bis leicht lehmigen Einsatzflächen hatte die Joker 6 RT keine Probleme mit dem Einzug. Auch auf der oberflächlich sehr fest gefahrenen Silomaisfläche kam das Gerät problemlos auf die eingestellte Arbeitstiefe.Das Arbeitsergebnis war sehr gut. Die ca. 40 cm hohe grüne Zwischenfrucht wurde sehr sauber eingearbeitet, wobei das Feld sehr eben hinterlassen wurde. Auch die Silomaisstoppel arbeitete die Joker 6 RT akkurat ein, wobei auch hier die Einebnung sehr gut war. Randfurchen oder -dämme konnten wir nicht feststellen. mu

Den vollständigen Testbericht lesen Sie in traction Ausgabe März/April 2015.
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