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Arbeitsprobe

Zick-Zack-Scheibe

traction Väderstad CrossCutter Disc breit 1
© Matthias Mumme/traction
von am
09.01.2018

Der Carrier mit neuer CrossCutter Disc von Väderstad stieß auf der Agritechnica 2017 auf reges Interesse, und wurde vpon den Landtechnikredakteuren des dlv als Maschine des Jahres in der Kategorie Bodenbearbeitung ausgezeichnet. Wir waren damit bereits auf Maisstoppel und Zwischenfrucht im Testeinsatz.

Intensive Arbeit

traction Väderstad CrossCutter Disc 2-3
Das Scheibendesign der neuen CrossCutter Disc ähnelt herkömmlichen Wellscheiben, erzielt aber einen viel intensiveren Arbeitseffekt. © Matthias Mumme/traction

Die Idee der CrossCutter Disc ist nicht neu: Bereits 2014 nahmen die Schweden die erste Version ins Sortiment auf – sie erwies sich jedoch als zu steinanfällig und abrasiv. Mit der neuen CrossCutter-Scheibe wurden diese Nachteile beseitigt, und ein wirkungsvolles Werkzeug für intensives, flaches Bearbeiten von Stoppel- und Begrünungsflächen entwickelt.

Die neue CrossCutter Disc ist aus einem Stück V-55-Stahl gefertigt, und misst 450 mm im Durchmesser. Die Scheibenform ist jedoch nicht konisch oder konkav wie bei anderen Kurzscheibeneggen, sondern 5-fach abgekantet. Dadurch entsteht im Feldeinsatz ein Zick-Zack-Schnitt, der organisches Material effektiv zerkleinert. Dazu drücken die Scheiben den Boden beim Eingreifen und Drehen mehrere Zentimeter seitwärts, wodurch beispielsweise Mais- und Rapsstoppeln wirkungsvoll entwurzelt werden. Zusätzlich produzieren die Scheiben sehr viel Feinerde, und stauben auf der Bodenoberfläche verbeibende organische Rückstände damit super ein. Das führt zu einer beschleunigten Rotte. Unterm Strich wird bereits bei sehr geringer Arbeitstiefe viel Boden bewegt, was den höheren Zugkraftbedarf der CrossCutter Disc relativiert.

Universell mit Einsatzgrenzen

traction Väderstad CrossCutter Disc 3-1
Erhältlich sind die neuen CrossCutter Disc für alle Carrier-Modelle mit geschmiedeten Scheibenträgern und 450 bzw. 470 mm großen Standardscheiben. © Matthias Mumme/traction

Die CrossCutter Disc lässt sich auf nahezu allen Stoppelflächen einsetzen – angefangen bei Raps, über Getreide und schließlich Silo- und Körnermais. Dazu ist sie auch für den Einsatz in stehenden Beständen wie Zwischenfrüchten geeignet. Wem der Zerkleinerungseffekt noch nicht ausreicht, der kann zusätzlich eine (aufpreispflichtige) Messerwalze vor die Scheibeneinheit montieren. Weiterhin ist auch die Saatbettbereitung nach Grubber oder Pflug möglich.

Jede Medaille hat natürlich auch ihre Kehrseite. So verschmutzt das Gerät durch die intensive Erdbewegung stark. Zudem ist die maximale Arbeitstiefe stärker limitiert als bei den normalen, gezahnten TrueCut-Scheiben – es baut sich bereits früher ein Erdwall vor den Scheibenreihen auf, der das Gerät dann sehr schwerzügig macht. Da wir den Carrier mit CrossCutter Disc nur auf Sandboden eingesetzt haben, können wir auch nicht beurteilen wie es um die Arbeitsqualität und den Selbstreinigungseffekt auf nassen, bindigen Böden steht – oder wie die Scheiben aufgrund des fehlenden Untergriffs und ihrer großen Aufstandsfläche auf trockenen, harten Böden einziehen.

Den ausführlichen Fahrbericht lesen Sie in traction Ausgabe Januar/Februar 2018.

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