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Trends & Wissen

Ziel: Punktlandung

Externer Autor
am
11.01.2016

In Universalstreuern steckt heute mehr, als man denkt: Wiegeeinrichtungen und automatische Kratzbodensteuerung lassen moderne Festmiststreuer teilflächenspezifisch arbeiten. Wir geben einen Überblick.

Es sind zwei große Themen, die die Entwicklung der Universalstreuer beeinflussen. Auf der einen Seite wollen die Kunden immer schlagkräftiger arbeiten. Lohnunternehmer greifen häufig zu den mittleren bis großen Modellen, die zwischen 22 bis 24 t zulässiges Gesamtgewicht bieten. Landwirte, die eigenmechanisiert bleiben wollen, oder Maschinenringe, die Streuer im Verleih haben, finden passende Maschinen häufig im Segment der 12 bis 14 Tonner. Nicht selten werden aber auch hier Streuer um die 20 t abgesetzt.
 
Der andere große Trend: Elektronik. Gestiegene Düngerpreise und die Dokumentations- und Nachweispflicht holen die Möglichkeiten der teilflächenspezifischen Ausbringung nach Applikations- oder Ertragskarten auch auf die Universalstreuer. Komfortable ISOBUS-Steuerungen werden sowohl bei den großen als auch bei den mittleren und kleineren Streuern immer häufiger nachgefragt. Die Entwicklung erfolgt hier meistens von oben herab, sprich technische Highlights der großen Baureihen halten wenig später Einzug in die kleineren.

Grobes Streugut, robuster Streuer - feines Streugut, genaue Technik

Eine weitere Beobachtung der Hersteller: Streuer werden viel intensiver genutzt. Das stellt die Konstrukteure vor die Aufgabe, langlebigere und zuverlässigere Produkte zu bauen. Die Nachfrage nach Dung- oder Universalstreuern in allen Größen und Ausstattungen steigt seit Jahren. Dazu tragen Förderprogramme in Ländern wie Tschechien, der Slowakei oder Ungarn bei. Egal welches Bestimmungsland: Individualität spielt heute bei den Kundenwünschen eine große Rolle. Fast kein Streuer verlässt die Werkshallen in Serienausstattung. Oben- oder Untenanhängung, klappbare Bordwände oder ein Wechselaufbau für Lkws – es gibt nahezu keine Grenzen.
 
In der Praxis beherrschen zwei grundlegende Bauarten den Markt: Streuer mit vertikalen oder horizontalen Fräswalzen. Letztere sind in Verbindung mit Streutellern in Deutschland häufiger anzutreffen, vor allem im Profisektor bei großen Betrieben und Lohnunternehmern. Für die Wahl gilt: Je gröber das hauptsächlich ausgebrachte Streugut ist, desto robuster sollte das Streuwerk sein. Je feiner das Streugut ist, umso wichtiger ist die Ausbringgenauigkeit. Das schafft man am besten mit horizontalen Walzen und Streuteller. ksch
 
Eine große Auswahl an Dungstreuern, die im Moment auf dem Markt verfügbar sind, und weitere technische Details finden Sie in der Marktübersicht in der traction-Ausgabe Januar/Februar 2015.
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