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Trend

Zinken folgt Scheibe

Väderstad TopDown
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Matthias Mumme, traction
am
14.09.2016

Zinken und vorlaufende Scheiben in einem Gerät zu kombinieren, hat viele verfahrenstechnische Vorteile. Wir geben einen Überblick über die Vor- und Nachteile und das Marktangebot.

Viele Vorteile

Bodenbearbeitungskombinationen mit vorlaufenden Scheiben und nachfolgendem Zinkenfeld ermöglichen in einem Arbeitsgang eine flache und tiefe Bodenbearbeitung – daher werden sie auch oft als "One-pass-Kombinationen" beschrieben. Dabei sorgen die Scheiben vorn vor eine Zerkleinerung und oberflächliche Einmischung von Ernteresten, und krümeln den Boden bis auf rund 10 cm Tiefe bereits, bevor die Zinken "angreifen". Nachfolgend sind je nach Bauart und Bautyp eine bis vier Zinkenreihen integriert, die den Boden je nach Zinken- und Scharform lockern und mischen.

Zwei grundlegende Bauformen

Horsch Tiger MT

Dabei wird zwischen zwei grundlegenden Bauformen unterschieden. Klassische Grubber-Scheibeneggen-Kombinationen lassen sich bis etwa 30 bis 35 cm Arbeitstiefe verwenden. Sie haben i.d.R. Zinken-Strichabstände auf Grubberniveau, mische daher also auch im Zinkenfeld sehr intensiv. Dank oftmals hydraulisch verstellbarer Scheiben-Arbeitstiefe und des Aufbaus des Zinkenfelds sind sie sehr universell einsetzbar.

Daneben gibt es Scheibeneggen in X-Bauweise oder Kurzscheibeneggen mit integrierten Lockerungszinken. Diese zeichnen sich durch einen weiten Zinken-Strichabstand aus. Somit erfolgen die Mischarbeit und das Krümeln des Bodens ausschließlich über die Scheiben, die in den meisten Fällen zweireihig vor und hinter dem Zinkenfeld integriert sind. Diese Kombis lassen sich weniger universell einsetzen als Grubber-Scheibeneggen-Kombinationen, da sie kaum flacher als 20 bis 25 cm arbeiten können.

Daneben bietet der Markt auch Geräte, die sich wahlweise mit Grubberzinken oder mit reinen Lockerungszinken ausrüsten lassen oder wo sich sogar der Strichabstand durch Ausschwenken von Zinken vergrößern und verdoppeln lässt. Damit ist eine gute Anpassung für verschiedene Einsatzszenarien, z.B. auf Rapsstoppen, auf Zwischenfrucht oder auf Körnermaisstoppel, möglich.

Von Agrisem bis Väderstad

Bednar Terraland DO

Der Markt bietet heute eine große Auswahl an Geräten für die unterschiedlichsten Standorte und Ansprüche. Wir haben die wichtigsten Vertreter von Agrisem, Bednar, Great Plains, Grégoire-Besson, Horsch, Kuhn, Kverneland, Rabe, Quivogne und Väderstad zusammen. Weitere Hersteller finden sich in Frankreich oder Großbritannien (z.B. Sumo), diese Geräte müssen aber teils in Eigeninitiative importiert werden.

In unserem Trendbericht stellen wir die wichtigsten Geräte mit ihren technischen Daten und Besonderheiten vor, und unterlegen das Einsatzspektrum mit Messwerten aus eigenen Verfahrensvergleichen.

Den ausführlichen 7-seitigen Bericht lesen Sie in traction September/Oktober 2016.

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