Lohnunternehmen Die Silo-Kings aus Mittelfranken

Kolb breit © Tobias Meyer Bild vergrößern
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Die Kolbs gehörten zu den ersten Lohnunternehmern in Deutschland, die einen Quadtrac auf dem Silo einsetzten. Damit überzeugten sie bis heute viele Skeptiker.

Gewagt und gewonnen

Kolb Familie © Tobias Meyer Bild vergrößern
Das Lohnunternehmen Kolb besteht überwiegend aus Familienmitgliedern. Der Silo-Quadtrac ist ihr Markenzeichen.

Mit ihrem gebraucht angeschafften Case IH STX 440 Quadtrac haben die Kolbs aus dem mittelfränkischen Merkendorf schon viel Aufsehen erregt. Schließlich gehörten sie zu den ersten, die den weit über 20 t schweren Boliden nicht in seinem angestammten Arbeitsgebiet – also der schweren Bodenbearbeitung – einsetzten, sondern in einem hierzulande damals neuen Aufgabengebiet: dem Aufbauen und Verdichten von Fahrsilos. Dafür erhielt der rote Ami zunächst ein Heckschild, später ein praktischeres, selbstgebautes Frontschild. Zudem wurden die Zwischenrollen der Laufwerke in Eigenregie von Öl- auf Fettschmierung umgebaut, damit im Falle einer Leckage nicht das ganze Silo verunreinigt wird.

Skeptiker die bezweifelten, dass der Quadtrac mit seiner großen Aufstandsfläche die Silos fest genug bekam, wurden schnell eines besseren belehrt. Denn aufgrund des hohen Gewichts, der Vibration der Ketten und des vergleichsweise langen Pressens bekamen die Kolbs ihre Silos viel fester, als die meisten Radtraktoren oder Radlader. Als Fahrer saß dabei überwiegend "Junior-Boss" Thomas Kolb, der mittlerweile auch die Geschäfte des Familienbetriebes von Vater Hermann übernahm, hinter dem Steuer. Berüchtigt sind auch seine Auftritte mit dem Quadtrac bei diversen Trecker-Trecks, wo er sogar schon gegen einen Jagdpanzer antrat!

Rote Schlepperflotte

Kolb 1455 XL © Foto: privat Bild vergrößern
Auch zwei der legendären Case IH 1455 XL leisten rund um Merkendorf noch wertvolle Dienste.

Auch ansonsten setzen die Kolbs auf Schlepper von Case IH bzw. Case International. So stehen neben neueren Puma 180 CVX und Puma 230 CVX auch zwei 1455 XL im Fuhrpark. Dazu gesellt sich ein bärenstarker 7220 Magnum Pro, der von Fritzinger eine Fronthydraulik mit unglaublichen 12 t Hubkraft nachgerüstet bekam. Die benötigt er zwar nicht, dennoch wäre die serienmäßige Ausführung für die Arbeit mit einem 7 m breiten Frontgrubber bei Weitem nicht ausreichend gewesen.

Neben dem Lohnunternehmen ist seit einigen Jahren der Anhängerbau ein weiteres Standbein der Kolbs. Damit halten sie sich und ihre Mitarbeiter über den Winter beschäftigt, und verdienen damit sogar noch den ein oder anderen Euro.

Die ausführliche Reportage lesen Sie in traction Ausgabe Mai/Juni 2017.

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