Video-Tipp Betriebsreportage: 3 x pro Tag Melken im Karussell

Familie Schmid hat vor Kurzem einen Milchviehstall mit Melkkarussell für 580 Kühe gebaut. Gemolken wird jetzt drei Mal am Tag - das steigert den Milchleistung.

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Das Bayerische Fernsehen hat die Familie Schmid beim Bau ihres Milchviehstalls über ein Jahr lang begleitet. In dieser Folge sind die Kühe bereits in den neuen Stall mit Melkkarussell eingezogen und gewöhnen sich langsam an den neuen Melkrhytmus.

Jetzt wird drei Mal pro Tag gemolken. Das bringt viele Vorteile, berichtet Schmid Junior im Bericht.


Clevere Milchkühlung mit Solarenergie
  • Wissenschaftler der Universität Hohenheim haben eine solarbetriebene Milchkühlungsanlage für afrikanische Kleinbauern entwickelt.  Die Forschungsarbeiten sind zwei von drei Teilprojekten an der Universität Hohenheim, die in ein größeres Vorhaben des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) eingebunden sind.

    © Institut für Agrartechnik, Universität Hohenheim
  • Weil sie über keinen Stromanschluss verfügen, können viele afrikanische Kleinbauern mangels Kühlmöglichkeit nur einen Teil ihrer Milch vermarkten und so das Potential ihrer Betriebe nicht voll ausschöpfen. Das neue Kühlsystem auf Solarbasis soll nun Abhilfe schaffen.

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  • Zur Kühlung werden spezielle 30-Liter-Milchkannen verwendet.

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  • Bei dem entwickelten System wird zunächst Eis mittels Solarstrom erzeugt. Anschließend werden die 2 Kilo-Eisblöcke in einen extra Behälter gefüllt, der sich in der Mitte der Milchkanne befindet. "Auf diese Weise kann die Milch bis zu zwölf Stunden von innen gekühlt und die Vermehrung von Keimen verhindert werden", beschreibt Doktorand Victor Torres Toledo das Prinzip.

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  • Anschließend wird die Milchkanne mit einer Isolierung umfasst, um Kälteverluste zu reduzieren.

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  • "In Tunesien haben 85 Prozent der Milchbauern weniger als zehn Kühe und oft keinen Stromanschluss", umreißt Prof. Dr. Joachim Müller vom Fachgebiet Agrartechnik in den Tropen und Subtropen an der Universität Hohenheim das Problem. Dadurch gebe es auf den Betrieben keine eigene Milchkühlung.

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  • Die Milch wird deswegen von den Höfen zu Sammelstellen gebracht, wo sie runtergekühlt und bis zur Abholung gelagert wird. Ob mit dem Transporter,...

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  • ...dem Moped...

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  • oder dem Fahrrad, die Milch muss schnellstmöglich zur Sammelstelle gebracht werden. Gerade in den heißen Monaten des Jahres oder nach langem Transport wird leider viel Milch aufgrund mangelnder Qualität zurückgewiesen. Dank gekühlten und isolierten Milchkannen könne die Milchqualität aber erhalten werden und sorge so für Premiumpreise, so die Doktorandin Ana Salvatierra-Rojas.

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  • Zehn Prototypen einer solchen Solar-Kühlanlage sind seit April 2016 in Tunesien im Testbetrieb. Die Versuche vor Ort sollen Aufschluss über das Potenzial des Systems unter realen Bedingungen geben. Anhand des Feedbacks der Bauern können dann gegebenenfalls Verbesserungen am System vorgenommen werden.

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  • Auch in Kenia ist seit Oktober 2016 eine Anlage in einer Kooperative im Betrieb. Zwei weitere Anlagen sollen dieses Jahr folgen.

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  • Neben den Milchkühlungsanlagen soll es bald auch solarbetriebene Melk- und Reinigungsmaschinen geben. Diese seien allerdings noch in der Entwicklung.

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