Login
CeresAward 2017

CeresAward 2017: Markus Dammann ist Fleischrinderhalter des Jahres

Markus Dammann, Landwirt aus Vechta, ist Sieger in der Kategorie „Fleischrinderhalter“ des CeresAward 2017. Er ist ein Vorbild für die Branche.

von , am
30.10.2017

Alle vier Wochen bekommt Markus Dammann Nachwuchs. Dann stallt der Kälbermäster aus Vechta zwischen 360 bis 380 Kälber ein. Jährlich vermarktet er rund 5.000 Tiere. Seit der Betriebsübernahme im Jahr 2000 konnte er die Anzahl der Mastplätze auf 2.800 mehr als verdoppeln. Das Futter baut Dammann zum Teil auf den eigenen Flächen an. Damit arbeitet der Landwirt auf seinem Betrieb hochspezialisiert. Energie gewinnt er zudem durch Fotovoltaik sowie ein Blockheizkraftwerk.

Kindern Landwirtschaft zeigen

Darüber hinaus setzt Dammann auch viel daran, Kindern die Landwirtschaft näher zu bringen. Dazu nutzt er die Kartoffelernte. „Wir bauen auf drei Hektar Fläche Speisekartoffeln für die Direktvermarktung an“, berichtet Markus Dammann. „Denn die Menschen möchten nach wie vor gerne auf dem Bauernhof einkaufen.“ So nutzt er die Kartoffeln gleich zweimal für die Öffentlichkeitsarbeit: Zum einen durch die Direktvermarktung und zum anderen in dem er Schul- und Kindergartenkinder unterrichtet.

Das sagt die Jury

„Den Sieger in der Kategorie Fleischrinderhalter zeichnet der Einsatz für seinen Beruf und seine Berufskollegen aus. Er zeigt Kindern wie Landwirtschaft generell funktioniert, arbeitet auf seinem Betrieb aber hochspezialisiert. Er ist ein leuchtendes Vorbild für die Branche.“ urteilte die Fachjury des CeresAward über den Sieger in der Kategorie Fleischrinderhalter.

Denn neben der Öffentlichkeitsarbeit findet der Niedersachse Zeit, sich für seinen Berufstand einzusetzen. So engagiert sich Markus Dammann als Erster Vorsitzender der 1998 gegründeten Kontrollgemeinschaft Deutsches Kalbfleisch für tiergerechte und verantwortungsbewusste Haltung. „Dieses Ehrenamt ist mir wichtig, genauso wie das als Ortsvorsitzender des Kreislandvolkverband Vechta“, stellt er klar. „In diesen Positionen kann ich mich für den Berufsstand und meine Berufskollegen einsetzen. Außerdem macht die ehrenamtliche Arbeit wirklich Spaß.“

CeresAward 2017: Das sind Deutschlands beste Landwirte

Georg Mayerhofer
Georg Mayerhofer (36), Landwirt aus Ortenburg (Niederbayern), ist Landwirt des Jahres 2017 und gleichzeitig Sieger in der Kategorie "Ackerbauer". Das Urteil der Jury fiel einstimmig: "Für den Sieger ist das Landwirtsein nicht Beruf, sondern leidenschaftliche Berufung. Er hat keine Scheu, neue Verfahren in der Landwirtschaft anzuwenden und zu optimieren. Er geht mit den landwirtschaftlichen Themen offensiv an die Öffentlichkeit." © Philipp Ledényi
Markus Dammann
Markus Dammann, Landwirt aus Vechta, ist Sieger in der Kategorie "Fleischrinderhalter". "Den Sieger in der Kategorie Fleischrinderhalter zeichnet der Einsatz für seinen Beruf und seine Berufskollegen aus. Er zeigt Kindern wie Landwirtschaft generell funktioniert, arbeitet auf seinem Betrieb aber hochspezialisiert. Er ist ein leuchtendes Vorbild für die Branche." © Philipp Ledényi
Carolin Belzner und Vater Hans-Joachim Belzner
Carolin Belzner (25) und Vater Hans-Joachim Belzner (61), Landwirte aus Schnelldorf, sind Sieger in der Kategorie "Geflügelhalter". Die Jury: "Ihr Gespür für das liebe Federvieh zeichnet die Sieger in der Kategorie Geflügel aus. Ihr erklärtes Ziel ist es, dass sich die Tiere so wohl wie möglich fühlen. Sie investieren viel Herzblut und möchten zeigen, dass eine intensive und rentable Veredelung im Einklang mit den heutigen Anforderungen der Gesellschaft an Tierwohl und Umweltschutz zu bringen ist." © Philipp Ledényi
Daniel Wehmeyer
Daniel Wehmeyer, Landwirt aus Osterode am Harz, ist Sieger in der Kategorie "Biolandwirt". Die Jury: "Der Sieger hat ein Händchen für Tiere und ein Händchen für Bio. Regionalität ist für ihn ebenso wichtig wie Vielfalt auf dem Acker. Am wichtigsten aber ist ihm, dass es seinen Rindern gutgeht. Und dafür tut er alles. Sie danken es ihm und hören aufs Wort." © Philipp Ledényi
André Stallbaum
André Stallbaum (28), Landwirt aus Stendal, ist Sieger in der Kategorie "Junglandwirt". Die Jury: "Der Sieger ist ein dynamischer Macher, der den Betrieb und die Vermarktung von Obst und Gemüse zielgerichtet ausbaut und dabei besonders auf Regionalität setzt. Ein Junglandwirt, der sich erst die Welt angeschaut hat und dann mit vielen Ideen zuhause eingestiegen ist." © Philipp Ledényi
Albert Trimborn
Albert Trimborn (57), Landwirt aus Lohmar, ist Sieger in der Kategorie "Manager". Die Jury: "Er kann nicht nur mit seinen Tieren, sondern auch mit seinen Mitarbeitern und Kunden hervorragend umgehen. Daher ist es ihm gelungen, den kleinen Betrieb Schritt für Schritt zu einem erfolgreichen Unternehmen auszubauen. Marketing und Öffentlichkeitsarbeit beherrscht der Sieger perfekt." © Philipp Ledényi
Tobias Roeren-Wiemers
Tobias Roeren-Wiemers, Landwirt aus Lichtenau, ist Sieger in der Kategorie "Energielandwirt". Die Jury: "Unser Gewinner in der Kategorie Energie redet nicht über erneuerbare Energie, er produziert sie. Akzeptanz ist ihm wichtig! Zusammen mit Partnern stellte er einen Bürgerwindpark auf die Beine, der sich sehen lassen kann. Mehr als 300 Bürger haben sich an dem regionalen Leuchtturmprojekt beteiligt." © Philipp Ledényi
Anne Körkel
Anne Körkel (32), Landwirtin aus Kehl-Bodersweiler, ist Siegerin in der Kategorie "Unternehmerin". Die Jury: "Die Gewinnerin hat mit ihrer Idee eigenverantwortlich eine regionale Marke geschaffen und nutzt Social Media-Kanäle, um ihren Kunden punktgenau das zu liefern, wonach sie suchen. Sie setzt auf persönlichen Kontakt, um ihre Produktion zu erklären." © Philipp Ledényi
Michael Kneißl
Michael Kneißl (30), Landwirt aus Rengersricht, ist Sieger in der Kategorie "Milchviehhalter". Die Jury: "Der Sieger ist Milchviehhalter aus Leidenschaft. Statt mehr Menge, macht er mehr aus der Milch. Mit einer eigenen Marke bringt er seine Produkte an den Mann und die Frau. Für die Wünsche der Verbraucher hat er ein offenes Ohr und setzt sie schnell um." © Philipp Ledényi
Michael Faust
Michael Faust (29), Landwirt aus Großenlüder, ist Sieger in der Kategorie "Schweinehalter". Die Jury: "Für die Finalisten in der Kategorie Schweinehalter hat das Wohlbefinden ihrer Tiere oberste Priorität und das leben sie in der täglichen Arbeit mit viel Sachverstand und Engagement vor. Für den Gewinner sind dabei regelmäßige Streicheleinheiten ebenso wichtig, wie daran auch (über einen eigenen Blog) die Öffentlichkeit teilhaben zu lassen." © Philipp Ledényi
Moritz Bartmer
Moritz Bartmer (46), Ackerbauer aus Buxtehude, ist Sieger in der Kategorie "Geschäftsidee". Die Jury: "Mit Mut und Leidenschaft hat Moritz Bartmer einen Betrieb ganz neu aufgebaut. Nichts zu meckern gab es zudem daran, dass er sich auf gesellschaftlicher und politischer Ebene sowie in der Vermarktung für seine Berufskolleginnen und Kollegen einsetzt." © Philipp Ledenyi
Auch interessant