Netzschau Cultan-Verfahren: Flüssigdüngerausbringung mit Horsch AT 300 L

Beim Cultan-Verfahren wird der Flüssigdünger direkt in den Boden injiziert. Ein Video zeigt, einen Horsch AT 300 L bei dieser Art der Ausbringung.

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Ein Video der besonderen Art findet man bei youtube-User Fendt516Vario. Die Aufnahmen zeigen, wie mit einem Horsch AT 300 L, der Flüssigdünger im Cultan-Verfahren direkt in den Boden gespritzt wird. Das sieht man doch wirklich nicht alle Tage oder? So meint einer der User: "Diese Art der Düngung finde ich persönlich die umweltfreundlichste. Da das Substrat direkt injiziert wird, geht es direkt an die Pflanze. Wo wird der Horsch eingesetzt? Diesen Horsch Flüssigdünger-Ausbringer sieht man auch nicht alle Tage."

Drei User glauben die Einzelteile der Maschine zu erkennen: Es handle sich um eine Fendt Motorhaube, eine Claas Häckslerkabine, einen Tank von Lemken, ein John Deere Lenksystem sowie eine Vorderachse von Fendt. Was meinen Sie?


Mit Material von Fendt516Vario, youtube.com

Horsch Maestro: Einzelkorndrille im Test
  • Das dlz agrarmagazin hatte eine achtreihige Maestro RC mit 75 cm Reihenabstand im Test. Wie die Maestro CC speist auch die RC ihre Säorgane aus darüber liegenden Saatgutbehältern mit 70 l Fassungsvermögen.

    © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin
  • Der Fronttank Partner FT fasst 1.600 l Dünger. Er ist als Drucktank ausgeführt und lässt sich dank der großen Öffnung gut mit einem Lader befüllen.

    © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin
  • Ein Gebläse fördert den Dünger nach hinten, wo der Verteiler die Körner den Düngerscharen zuteilt.

    © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin
  • Der Dünger wird über ein Zellenrad in einen Luftstrom dosiert und hinten auf der Maestro über einen Verteiler zu den Düngerscharen geleitet. Das Einstellen der Düngermenge und das Abdrehen erfolgen über das ISOBUS-Terminal. Das bekannte Horsch-Dosierorgan wird elektrisch angetrieben. Sollte der Drehzahlbereich nicht reichen, lassen sich die Zellrotoren austauschen.

    © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin
  • Der Verteilerkopf versorgt die einzelnen Schare gleichmäßig mit Dünger.

    © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin
  • Der Aufbau ist klassisch: Die Säorgane mit dem Düngerschar sind in einem Parallelogramm aufgehängt, damit Dünger- und Säschar gleichmäßig der Kontur folgen.

    © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin
  • Das Düngerschar (vorne im Bild) hat einen Durchmesser von 380 mm und läuft um 60 mm seitlich versetzt zum Säschar. Der Dünger kann entweder auf die gleiche Tiefe wie das Saatgut oder 33 oder 56 mm unter dem Saathorizont abgelegt werden. Bis zu 300 kg/ha bei 10 km/h sind möglich.

    © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin
  • Der Antrieb der Säherzen erfolgt elektrisch. Somit lässt sich das Säorgan auch über Section-Control schalten.

    © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin
  • Statt der sonst üblichen Löcher sind in die Dosierscheibe Schlitze eingelassen, an denen die Körner angesaugt werden. Je nach Größe und Tausendkorngewichts des Saatguts werden verschiedene Scheiben angeboten, neben Mais auch für Sonnenblumen, Soja und Zuckerrüben.

    © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin
  • Die Furche formen V-förmig angestellte Scheiben mit einem Durchmesser von 380 mm. Der Schardruck kann von 125 bis 200 kg hydraulisch verstellt werden. Die Tiefenführung übernehmen zwei große gummierte Rollen mit 40 cm Durchmesser. Die Furchentiefe lässt sich in zwölf Stufen von 1,5 bis 9 cm über das Umstecken eines Bolzen einstellen.

    © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin
  • Die Maschine hatte noch Vorserienstatus. Deshalb lief die Bedienung des Düngertanks noch über zwei Terminals im Schlepper: Eines zum Überwachen des Düngers...

    © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin
  • ...und eines zur Saatgutüberwachung mit Sollabstand, Doppel- und Fehlstellen. Das hat Horsch aber mittlerweile geändert. In den Seriemaschinen genügt ein Rechner für Säen und Düngen.

    © Bernd Feuerborn/dlz agrarmagazin