Video-Ratgeber Gülleverschlauchung: So sieht sie in der Praxis aus

Die Gülleausbringung mit Verschlauchung ist bodenschonend und wird immer beliebter. Wir zeigen im Ratgeber-Video, wie die Gülleverschlauchung in der Praxis aussieht.

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agrarheute hat sich die Technik der Gülleverschlauchung in der Praxis bei Landwirt Thomas Laubenbacher in Dingolfing angesehen.

Vor einigen Jahren hat Laubenbacher bei seinem 200 Hektar-großen Betrieb Bodendruckprobleme festgestellt und auf Gülleverschlauchung umgestellt. Die erste Anlage hat er aus Komponenten selbst zusammengebaut. Inzwischen hat er die Technik optimiert und arbeitet als Lohnunternehmer für andere Landwirte.

Die Gründe, weshalb er sich für die Verschlauchung entschieden hat, sind:

  • Nährstoffeffizienz
  • Bodenschonung
  • Förderung durch staatliche Agrarumweltprogramme (Kulap)
  • Ausbringung im stehenden Mais möglich


So funktioniert Gülleverschlauchung in der Praxis
  • Zunächst wird der Schlauch von Pumpstation am Feldrand zur am weitesten entfernten Stelle des Schlags ausgelegt - sofern der Schlag nicht zu groß ist. In dem Fall wird die Fläche in mehreren Teilen bearbeitet.

    © Laubenbacher agrar/David Gebauer
  • Dann wird ein Ende des Schlauchs an die Pumpe am Feldrand und das andere Ende an den Verteiler am Traktor angekuppelt. Thomas Laubenbacher empfiehlt eine Excenterpumpe, die problemlos selbstsaugend ist und hohe Drücke und Wirkungsgrade erreicht. Alternativ kann (zum Beispiel für Schweinegülle) eine Kreiselpumpe verwendet werden.

    © Laubenbacher agrar/David Gebauer
  • Dann geht es los mit der Gülledüngung: Der Traktor fährt die Fläche ab und zieht den Schlauch dabei hinter sich her.

    © Laubenbacher agrar/David Gebauer
  • Das Material der Schläuche habe sich in den vergangenen Jahren stark verbessert, sagt Thomas Laubenbacher. Dickwandige Polyurethanschläuche sind abriebfest und haben eine hohe Durchstoßfestigkeit. Sie können problemlos mit dem Traktor überfahren werden.

    © Laubenbacher agrar/David Gebauer
  • Zur Ausbringung ist so gut wie jede Technik möglich - von Schleppschlauch und -schuh bis hin zum Injektor.

    © Laubenbacher agrar/David Gebauer
  • Die Gülle wird unterdessen von einem Container am Feldrand über die Pumpe in den Schlauch gepumpt. Ein Durchflussmesser, der an der Pumpe oder am Verteiler sitzt, errechnet die Soll-Fahrgeschwindigkeit.

    © Laubenbacher agrar/David Gebauer
  • Nach getaner Arbeit bläst ein Kompressor den Schlauch auf und aus, sodass die Restgülle noch auf dem Schlag verteilt wird und ein weitgehend sauberer Schlauch aufgerollt werden kann.

    © Laubenbacher agrar/David Gebauer
  • Über die Haspel wird der Schlauch dann wieder aufgerollt. Mindestens zwei Personen, besser drei, sollten an diesem Verfahren mitwirken: ein Fahrer, ein Zubringer und einer, der die Schläuche aus- und wieder einrollt.

    © Laubenbacher agrar/David Gebauer