Netzschau Kirovets K700: Ackergigant mit 330 PS und 18 Tonnen

Wer kürzlich die Doku "XXL auf dem Acker" verpasst hat, sollte einen Blick auf dieses Video werfen. Zu sehen sind zehn große Oldtimer bis 600 PS auf dem Trecker Treck 2017.

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Wer kürzlich die Dokumentation "XXL auf dem Acker" im Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) verpasst hat, für den haben wir in diesem Video unter anderem nochmal den Kirovets K700 in seiner vollen Pracht. Der K700 mit 18 Tonnen, ausgestattet mit einem 330 PS Motor, war der Acker-Gigant der DDR.

Er ist allradbetrieben, mit 16 Vorwärts- und 8 Rückwärtsgängen, robust, zuverlässig und vor allem: durstig. Der Kraftstoffverbrauch ist mehr als enorm, etwa 500 Liter Diesel schluckt der Motor bei einem 14-Stundentag auf dem Feld, berichtet der MDR.

10 große Oldtimer bis 600 PS

Trotzdem seien die Ungetüme dank ihrer einfachen Technik bis heute kaum kaputt zu kriegen. Dutzende dieser Trecker sind nach wie vor bei Liebhabern im Einsatz. So wie auch beim 4. Trecker Treck 2017 in Jesendorf. In einem Video sind neben dem Kirovets noch 10 weitere große Oldtimer bis circa 600 PS zu sehen. Youtube-User FilmDich findet: "Ein Leben ohne K-700 ist möglich, ABER sinnlos."


Mit Material von MDR, FilmDich, youtube.com

Technikschätzchen: Diese Oldtimer fahren unsere Leser
  • Stefan fährt einen Allgaier A111, Baujahr 1955. Laut Traktorenlexikon wurde der A 111 von 1952 bis 1955 in drei Varianten gebaut. 1954 brachte Allgaier das kürzere Modell A 111 V speziell für Grünlandbetriebe auf den Markt.

    © Mayer
  • Der Massey Ferguson 135 von Thomas. Der Traktor wurde zwischen 1965 und 1979 gefertigt.

    © Kirchengast
  • Peter fährt einen Massey Ferguson 152 multipower. Laut Traktorenlexikon gab es vom MF 152-Modell auch Schmalspurversionen, mit der Bezeichnung "Mf 152 Mark III". Der Produktionszeitraum war zwischen 1972 und 1976.

    © Steen
  • Lukas hat einen Fendt Farmer 2 D Oldtimer. Der von 1961 bis 1967 gefertigte Fendt Farmer 2 D basiert auf dem 1960 eingeführten Farmer 2, schreibt Traktorenlexikon. Der Buchstabe "D" in der Modellbezeichung kennzeichnet den Schlepper als Modell mit reduzierter Motorleistung.

    © Döscher
  • Max ist bei der Arbeit mit einem Fendt Favorit 4 S unterwegs. Der Favorit 4 S löste laut Traktorenlexikon im Jahr 1966 den 80 PS starken Favorit 4 ab. Viele Neuerungen wie eine bessere Luftzufuhr und -abfuhr, mehr Hubraum (5100 cm³) und eine 90 PS Leistung machten den Favorit 4 S Ende der 1960er Jahre zum stärksten Schleppermodell bei Fendt.

    © Moll
  • Markus fährt einen Fendt Dieselross F15. Laut Traktorenlexikon hat der Schlepper als Serienausführung unter anderem folgende Ausstattung: 6-Gang-Getriebe (1 Kriechgang/4 Arbeitsgänge/1 Schnellgang), pendelnde Schwingachsfederung. Die Hartverchromte auswechselbare Zylinderlaufbüchse soll weitgehend unempfindlich gegen Korrosion und Schwefelsäure sein.

    © Hammer
  • Unser Leser Tobi fährt eine Warchalowski WT 25 B Oldtimer. Laut traktorausflug.de betrieb Jakob Warchalowski ab 1858 in Wien eine Maschinenfabrik. Ab 1956 wurden die Stationärmotoren in Leichtbauweise serienmäßig in Traktoren von 14 bis 50 PS verbaut. Charakteristisch ist die Bauweise als V-Motor, den es mit drei und vier Zylindern gab.

    © Mörwald
  • Markus transportiert sein Holz mit einem McCormick D-326.

    Laut Traktorenlexikon wurden davon 15.472 Stücke hergestellt. Produktionszeitraum: 1962 bis 1965.

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  • Lukas schickte uns Bilder von seinen 2 Oldtimern: ein Güldner A2K und ein IHC 633.

    • Laut Traktorenlexikon gibt es folgende Varianten: A2KN, grün lackiert und A2KS in rot lackiert. Den A2KS gab es ab Werk auch in blau.
    • Der IHC 633 war 1975 bei Einführung der A-Familie das Topmodell dieser Reihe. Der Schlepper trat leistungsmäßig die Nachfolge des Modell 554 an. Technisch waren die Modelle 523 und 553 die eigentlichen Vorgänger des 633.
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  • Weitere Eicher von Ingo: EA600S und EM500S.

    © Schwab
  • Der Eicher EM 200 von unserem Leser Ingo.

    Der EM 200 Tiger von Eicher hat 25 PS. Er wurde laut Traktorenlexikon zwischen 1962 und 1968 optimiert und mit 28 PS gebaut.

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  • Ingo schickte uns ein Bild von seinen vier Oldtimern: ED16, ES202, ED13, EM300 und Deutz F2l.

    © Schwab
  • Guidos Hanomag ist Baujahr 1956.

    Außer Lokomotiven, Lastkraftwagen und Baumaschinen produzierte die Hannoversche Hanomag auch Ackerschlepper.

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  • Bei Felix kommt bei der Feldarbeit ein MAN 4N2 zum Einsatz.

    Die Traktoren wurden zwischen 1961 und 963. Stückzahl: 1.100

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  • Arne fährt einen Hanomag R12.

    Produziert wurden die Hanomag R12 zwischen 1954 und 1957. Von dem Modell sollen laut Wikibooks nur 904 Stück hergestellt worden sein.

    © Nicolaisen