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Video-Ratgeber

So machen Sie ihre Pflanzenschutzspritze einsatzbereit

Jetzt ist es an der Zeit, die Pflanzenschutzspritze fit für die neue Saison zu machen. Dieses Video zeigt, wie Sie ihre Spritze für den neuen Einsatz vorbereiten.

von am
03.03.2017

<p>Matthias Märkel ist der zuständige Experte für Pflanzenschutzspritzen bei der Harlander Landtechnik und zeigt, wie Sie Ihre Arbeitsgeräte nach der Einwinterung wieder Einsatzbereit machen.</p>

Saisonstart: So machen Sie Ihre Pflanzenschutzspritze fit

Wer über den Winter Frostschutzmittel in seine Pflanzenschutzspritze getan hat, muss es unbedingt entfernen, damit es nicht auf das Feld und die Pflanzen kommt. Aus ein paar Holzlatten und etwas Silofolie lässt sich sehr einfach eine Rinne zum umweltgerechten Auffangen des Frostschutzmittels bauen. © Florian Bieg/dlz
Beim Gestänge sollte geprüft werden, ob es noch in Ordnung ist. Hängt es waagerecht hinter der Srpitze und ist der Pendelausgleich leichtgängig? Ersetzen Sie defekte Abweiser. Sie verhindern ein Abtauchen des Gestänges und schützen die Düsen. © Florian Bieg/dlz
Alle Gelenke des Gestänges sollten vor dem ersten Einsatz geschmiert werden. Achten Sie auch darauf, dass das Gestänge in der Flucht ist und alle Gelenke spielfrei sind. © Florian Bieg/dlz
Reinigen Sie alle Filter: Das kann zum Teil mit Druckluft erfolgen. Pflegen Sie die Dichtungen mit Silikonspray. Wenn Sie Dichtungen tauschen, verwenden Sie Originaldichtungen, die für Pflanzenschutzmittel geeignet sind. © Florian Bieg/dlz
Beseitigen Sie alle Ablagerungen. Sie könnten sich lösen und die Düsen verstopfen. © Florian Bieg/dlz
Reinigen Sie alle Düsen vor dem Saisonstart. Verwenden Sie dafür eine weiche Bürste oder werfen Sie die Düsen in ein Ultraschallbad, wie es die Optiker zum Brillereinigen verwenden. © Florian Bieg/dlz
Achten Sie bei den Düsen auf Beschädigungen und Ablagerungen. Wenn Sie Düsen tauschen, am besten immer einen kompletten Satz. Dann haben alle Düsen die gleiche Durchflussmenge und das gleiche Tropfenspektrum. © Florian Bieg/dlz
Überprüfen Sie den Tropfstopp der Düsen. Diese dürfen beim Abstellen der Spritzleitung nicht nachtropfen. Die Membrane soll bei etwa 1 bar schließen. © Florian Bieg/dlz
Überprüfen Sie den Ölstand der Pumpe. Schaumiges oder milchig trübes Öl sind ein Zeichen dafür, dass die Membrane der Pumpe defekt ist. © Florian Bieg/dlz
Eine defekte Membrane kann die Pumpe zerstören und muss umgehend getauscht werden. Flatternde Düsen sind ein Merkmal für eine undichte Membran oder falschen Druck im Ausgleichsbehälter. © Florian Bieg/dlz
An der Stellschraube lässt sich der Gleichdruck einstellen. © Florian Bieg/dlz
Beim Abschalten der Teilbreiten muss der Druck auf dem Manometer gleichbleiben, sonst verändert sich die Ausbringmenge der nicht abgeschalteten Düsen. © Florian Bieg/dlz
Kalibrieren Sie den Durchflusssensor neu: Er bestimmt die Ausbringmenge der Spritze und regelt den Druck der Pumpe. Schon geringe Ablagerungen können die Anzeige im Terminal verfälschen. © Florian Bieg/dlz
Sorgen Sie für Kontakt! Nur so kann der Computer die Spritze richtig steuern und es lassen sich alle gewünschten Funktionen ausführen. Kontakt- oder Silikonspray wirkt oft Wunder! © Florian Bieg/dlz
Schließen Sie die Spritze nie direkt an die Wasserleitung an. Entweder muss das Wasser frei in die Spritze fließen oder Sie müssen eine Rückflusssperre benutzen, wie auf dem Bild gezeigt. © Florian Bieg/dlz
Führen Sie die Spritze rechtzeitig zum TÜV vor. Seit dem 6. Juli 2013 müssen die Spritzen nur noch alle drei Jahre vorgestellt werden. Ausnahme: Mit der gelben Plakete dürfen Sie noch bis 2016 fahren. © Florian Bieg/dlz
Achten Sie auch auf eine funktionierende Beleuchtung und intakte Reflektoren. Hier achtet neben der Polizei auch der Spritzen-Tüv drauf. © Florian Bieg/dlz
Prüfen Sie den Ausstoß der Düsen. Mit den Messbechern können Sie leicht, wenn auch etwas aufwendig, die Querverteilung überprüfen: Dazu einfach die Ausbringmenge einer Düse für 1 Minute auffangen. © Florian Bieg/dlz
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