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Netzschau

US-Milchviehbetrieb: Siloberge XXL

Allein einer der beiden Siloberge auf einem US-Milchviehbetrieb beinhaltet 125.000 Tonnen Maissilage. Die Dimensionen auf dem Farmgelände sind enorm.

von , am
27.10.2017

Das Video eines Milchviehbetriebs aus Wisconsin in den USA, den Kinnard Farms, macht gerade die Runde im Netz. Es zeigt Landwirtschaft im Großformat.

Büromitarbeiterin Amanda fing mit ihrer Kamera die nahezu unendlichen Silageberge sowie die emsigen Traktoren ein, die am letzten Tag der Ernte nochmal Vollgas gaben. Jedes der insgesamt zwei Freilandsilos des Betriebs beinhaltet 125.000 Tonnen Maissilage, berichtet Kinnard Farms. Die Dimensionen werden am Ende 92 Meter Breite und 275 Meter Länge betragen. Die Höhe soll laut Betriebsangaben bei 13 Metern liegen. Für das Zudecken eines „Siloberges benötigen die Landwirte einen ganzen Tag lang die Hilfe von 20 Mitarbeitern.

Mit Material von Kinnard Farms, Facebook

Erntehelfer USA: Zwischenfruchtaussaat bei Olson Organics

Getreidesilos und LKW auf einem amerikansichen Öko-Betrieb
Auf der "Fairview Farm" in Cottonwood, Minnesota betreiben Jonathan und Carolyn Olson seit 1998 auf 1100 acres (460 Hektar) Ökolandbau. Auf den Flächen wird neben Weizen, Triticale und Hafer, Luzerne, Soja und Mais angebaut. Letzterer wird von "Prairie Vodka" zu Öko-Alkohol verarbeitet. © Immo Cornelius
John Deere Mähdrescher erntet Triticale
Die Fruchtfolge der Olsons sieht nach Getreide eine Zwischenfrucht vor, bevor im Frühjahr Mais gelegt wird. Nachdem Ende August mit der Triticale das letzte Getreide geerntet war... © Immo Cornelius
John Deere Scheibenegge
wurde auf den Getreideflächen ein Stoppelsturz mit einer 6,40 Meter breiten John Deere Scheibenegge durchgeführt. © Immo Cornelius
Rettich messen
Der Zwischenfruchtanbau hat ackerbaulich viele Vorteile: Je nach Zwischenfruchtart wird entsprechend viel Biomasse gebildet, die beisielsweise dem Humusaufbau dient und den Boden vor Erosion schützt. Jonathan und Carolyn Olson bauen als Zwischenfrucht sogenannten "Tillage Rettich" an. Dieser bildet eine tiefe Pfahlwurzel aus (hier im Bild: 15 inches = 38 cm) und lockert so den Boden. "Das hiflt uns vor allem im Vorgewende, wo der Boden oft stark verdichtet ist", erklärt Jonathan Olson. © Carolyn Olson
Acker mit abgefrorener Zwischenfrucht
Tillage Rettich ist nicht winterhart und friert daher bis zum Frühjahr ab. Auch die Wurzeln verschwinden und hinterlassen im Boden fingerdicke Löcher. © Carolyn Olson
Gea Güllefass mit Scheibeninjektor
Nach dem Stoppelsturz bringt ein Lohnunternehmer Schweinegülle aus. Vorher wird die Gülle auf Nährstoffe getestet und die gewünschte Menge je Hektar bestimmt. Die ausgebrachten Nährstoffe sollen mit dem Zwischenfruchtaufwuchs größtenteils vor einer Verlagerung in tiefere Bodenschichten geschützt werden. © Immo Cornelius
John Deere Raupe bei Sonnenuntergang
Nach der Gülleausbringung wird der Boden mit einem 11 Meter breiten Grubber gelockert. Bei Nässe kommen die 275 PS des John Deere 8520T trotz Raupenfahrwerk dabei schon mal an ihre Grenzen. © Immo Cornelius
John Deere vor Maschinenhalle
Die Aussaat erfolgt per Düngerstreuer. Bei den Olsons wird Tillage Rettich im Gemenge mit Hafer im Verhältnis von 1:8 gesät. Gemischt wird in einer Mischanlage, die sonst der Saatgutbeizung dient. Die Aussaatmenge beträgt rund 50 kg/ha. © Immo Cornelius
Hafer und Tillage Rettich
So sieht die Saatgutmischung aus (runde Körner = Tillage Rettich). © Immo Cornelius
John Deere streut Zwischenfrucht
Ausbringung per GPS auf 15 Meter. © Immo Cornelius
Acker grubber in den USA
Im Anschluss wird das Saatgut mit dem Grubber flach eingearbeitet. © Immo Cornelius
Traktor tanken auf dem Acker
Damit man auf dem Acker zwischendurch tanken kann, verfügt eines der Betriebsautos über einen Dieselbehälter auf der Ladefläche. © Immo Cornelius
John Deere Raupe mit Walze
Das abschließende Anwalzen gewährleistet einen verbesserten Bodenschluss. © Immo Cornelius
Tillage Rettich und HAfer
Der Zwischenfrucht-Aufwuchs nach vier Wochen. © Immo Cornelius
Zwischenfrucht
Links: Tillage Rettich, rechts: Hafer. © Immo Cornelius
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