Ernte 9 Tipps, wie Sie bei der Ernte Sprit sparen

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Wer die Landmaschinen gut wartet, die Klingen rechtzeitig austauscht und seinen Fahrstil anpasst, kann jede Menge Kraftstoff sparen. Weitere Tipps zum Spritsparen.

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Eine regelmäßige Pflege und Wartung der Traktoren und Mähdrescher senkt den Dieselverbrauch. Dazu gehört insbesondere bei der Ernte das tägliche Reinigen von Kühler und Luftfilter. Aber nicht alle Maßnahmen rechnen sich unter dem Strich.

Ein Mähdrescher mit Schüttlern hat zwar im Vergleich zu einem mit Rotordreschern einen etwas geringeren Dieselverbrauch, aber dafür auch eine geringere Leistung. Was bei der Ernte wirklich Sprit spart, lesen Sie in unserem Ratgeber.

Tipp 1: Automatische Spurführung

Gewisse Einsparungen lassen sich bei breiten Schneidwerken durch automatische Spurführungssysteme erzielen. Sie sorgen dafür, dass die Schneidwerksbreite immer vollständig genutzt wird.

Tipp 2: Scharfe Klingen

Mehr Einfluss hat aber der Zustand der Messer beziehungsweise Klingen am Strohhäcksler. Sie rechtzeitig zu tauschen spart nicht nur Diesel, sondern verbessert auch die Häckselqualität.

Tipp 3: Längere Stoppel

Ein DLG-Test hat gezeigt, der Spritverbrauch ist auch von der Stoppellänge abhängig. Unter Trockenbedingungen betrug der Dieselverbrauch bei einem Ertragsniveau von 110 dt/ha bei 10 cm Stoppellänge etwa 20 l/ha und verminderte sich auf etwa 15 l/ha bei 40 cm Stoppellänge.

Tipp 4: Bei Trockenheit ernten

Der Dieselverbrauch hängt auch von der Gutfeuchte zum Zeitpunkt der Ernte ab. Morgens bei Taufeuchte, verzeichnete der DLG-Verbrauchstest eine Steigerung des Dieselverbrauchs um durchschnittlich 4 Liter pro Hektar.

Tipp 5: Fahrstil anpassen

Bei Straßenfahrten beeinflusst der Fahrstil des Fahrers wesentlich den Treibstoffverbrauch. Wer einen großen Gang wählt und niedertourig fährt sowie durch vorausschauendes Fahren unnötiges Bremsen und Gasgeben vermeidet, kann einiges an Diesel und Materialverschleiß einsparen.

Tipp 6: LKW einsetzen

Für Straßentransport über längere Strecken sollte überlegt werden, diese mit dem LKW zu machen. Dieser verbraucht auf 100 km Hauptstrasse etwa halb so viel Diesel wie ein Traktor.

Tipp 7: Stufenloses oder Lastschaltgetriebe

Wenn sich ein Getriebe gut schalten lässt und nur geringe Gangsprünge aufweist, passt man sich als Fahrer eher an die aus der Sicht des Dieselverbrauchs optimale Geschwindigkeit an. Getriebe mit Lastschaltstufen und insbesondere stufenlose Getriebe bieten deshalb immer dann Verbrauchsvorteile, wenn nicht nur ein niedriger Verbrauch, sondern auch eine hohe Arbeitsleistung gefragt ist.

Tipp 8: Richtiger Reifendruck

Da der Luftdruck auf Straßen höher sein muss als auf dem Acker, findet das richtige Anpassen des Luftdrucks oft nicht statt. Es gibt aber automatische Reifendruckregelanlagen, die auch nachgerüstet werden können. Leistet der Schlepper viele Betriebsstunden, lohnt sich diese Anschaffung.

Tipp 9: Leichte Traktoren für Transport

Beim Getreidetransport auf der Straße möglichst leichte Traktoren mit schmalen Reifen einsetzen.


Überladewagen: Die Bindeglieder in der effizienten Erntekette
  • Die Überladewagen ULW von Hawe-Wester umfassen acht verschiedene Typen mit ein, zwei oder drei Achsen und fünf verschiedene Typen für Wechselfahrgestelle mit

    • Fassungsvermögen: 16 bis 50 m³
    • Überladehöhe: 4,6 m oder 5,7 m
    • Überladeleistung: bis zu 1.000 t/Std
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  • Auf der Agritechnica 2013 stellte Bergmann einen Giganten unter den Überladewagen aus: den GTW 430 mit 43 m³ Fassungsvermögen. Nun hat der niedersächsische Hersteller auch eine kleinere Nummer auf dem Markt: den GTW 330.

    • Fassungsvermögen: 30 bis 33 m³
    • Überladehöhe: 3,6 bis 5,8 m
    • Überladeleistung: bis zu 1.100 t/h
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  • Die Umladewagen von Horsch, Titan UW, bietet Horsch optional auch noch bodenschonender mit Raupenlaufwerken an. Sie bieten:

    • Fassungsvermögen: 34 m³
    • Überladehöhe: 4,6 m
    • Überladeleistung: 18 t/min
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  • Ganz ohne Schnecke kommt der T-Rex von Vicon bzw. Kverneland aus. Er wird angehoben und über eine dreistufige, hydraulisch angetriebene doppelte Kratzbodenkette in etwa zwei Minuten entladen.

    • Fassungsvermögen: 30,5 m³
    • Überladehöhe: 4,7 m
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  • Von den Überladewagen ULW bietet Fliegl die Modelle ULW 20 und 25 als Einachser, 25 und 30 als Tandem und 35 Mega. Die Zahlen geben jeweils das Volumen in m³ an.

    • Überladehöhe: 4,1 bis 4,4 m
    • Überladeleistung zwischen 5,5 t/min und 16 t/min (beim 35 Mega)
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  • Bei Joskin wird mit einer optionalen Überladeschnecke aus dem Rollband-Abschiebewagen Drakkar ein Umladewagen. Die Überladeschnecke hat einen Durchmesser von 0,5 m und eine Länge von 4,6 m. Die Überladeleistung: 450 t/h.

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  • Güstrower bietet die Überladewagen-Modelle GTU 21 (Einachser), GTU 25 (Tandem), GTU 32 oder GTU 36, beides Tridem mit zwei gelenkten Achsen. Die Zahlen beschreiben jeweils das Fassungsvermögen in m³.

    • Überladehöhe: 4,7 m
    • Überladeleistung: 12 bis 15 m³/min
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  • Der Überladewagen K3 von Brettmeister ist mit einem Überladeband für Kartoffeln ausgestattet, kann aber auch für Getreide mit wenigen Handgriffen mit einer Getreideschnecke an der Wagenrückseite umgerüstet werden.

    • Fassungsvermögen: bis zu 17 m³
    • Überladeleistung: 150 bis 200 t/h
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