Erinnerung EU-Direktzahlung: Die Anträge zur Agrarförderung für jedes Bundesland

Euro-Zeichen und EU-Sterne als Symbol für EU-Agrarförderung © Eder/Wikimedia Commons Bild vergrößern
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Die Anträge für die flächenbezogene EU-Agrarförderung ist für jedes Bundesland unterschiedlich. Die Frist endet am 15. Mai. Hier finden Sie die Formulare.

Das Antragsverfahren für die Direktzahlung bzw. die Basisprämie ist in jedem Bundesland unterschiedlich. 2017 ist meist noch eine Papierantragstellung für die Agrarförderung möglich. Ab 2018 wird allerdings nur noch eine elektronische Antragstellung zulässig sein, daher haben die meisten Bundesländer ihr Antragsverfahren schon entsprechend umgestellt.

Neu ist ab dem Antragsjahr 2017, dass die Angabe der Fläche auf die geometrische Fläche (ALK) umgestellt wird. Bisher wurde sie mit dem alphanumerischen Buchflächenwert (ALB) angegeben. Diese Umstellung kann im Einzelfall dazu führen, dass es zu positiven oder negativen Flächendifferenzen gegenüber den bisherigen Antragsdaten auf der Grundlage der ALB-Werte kommen kann. Hier finden Sie die Details zum verpflichtenden Geodatenantrag bei Direktzahlungen.

Für die Antragstellung sind die von den jeweiligen Landesstellen hierfür vorgesehenen Vordrucke oder Formulare zu verwenden. Hier finden Sie alle wichtigen Links und Dokumente in der Übersicht.

Für alle gilt: Sie müssen bis 15. Mai 2017 eingereicht werden.

Baden-Württemberg: Agrarantrag mit FIONA

Die Basisprämie in Baden-Württemberg betrug 2016 161,45 Euro pro Hektar. Hier finden Sie Erläuterungen und Ausfüllhinweise zum Gemeinsamen Antrag 2017, der bis 15. Mai 2017 gestellt werden muss. Die Antragstellung in Baden-Württemberg ist ausschließlich online über www.fiona-antrag.de möglich. Das MLR Baden-Württemberg bietet eine Kurzanleitung für die grafische Antragsstellung in FIONA sowie einen allgemeinen Wegweiser durch FIONA 2017.

Bayern: Elektronischer Mehrfachantrag

In Bayern liegt der einheitliche Wert eines Zahlungsanspruchs für die Basisprämie 2017 voraussichtlich bei knapp 184 Euro. Hier bietet das StMELF eine Übersicht über alle wichtigen Dokumente zum Ausfüllen des Mehrfachantrags, vom Merkblatt bis zu den Anlagen.

Zur Änderung von Flächen und für die Erfassung der Nutzungen soll vorrangig das Internetportal iBALIS verwendet werden.
Auch der elektronische Mehrfachantrag wird über iBALIS gestellt.

Brandenburg: Online-Antragsverfahren

Brandenburg stellt das Antragsverfahren zur Agrarförderung auf ein ausschließliches Online-Verfahren um. Seit dem 23. März 2017 können Landwirte die Agrarförderung 2017 mit dem WebClient beantragen und sofort online an die Landwirtschaftsbehörden übersandt werden. Der Wert eines ZA lag 2015 bei etwa 160 Euro und steigt bis 2019 an.

Hessen: Agrar-Antrag über WI-Bank

Der Wert eines Zahlungsanspruchs und damit der Betrag der Basisprämie je Hektar lag in Hessen 2015 bei 157 Euro liegen und soll bis 2019 auf (dann bundeseinheitliche) 176 Euro ansteigen. In Hessen erfolgt die Umsetzung der Direktzahlungen ("Gemeinsamer Antrag") durch die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WI-Bank) in Zusammenarbeit mit den für die Bewilligung der Direktzahlungen zuständigen Landkreisen und dem Regierungspräsidium Darmstadt.

Wer in den vergangenen Jahren einen Antrag gestellt hat, sollte bereits einen USB-Stick zugesandt bekommen haben. Mit der Software auf dem Stick können die Anträge elektronisch versendet werden. Erstantragsteller können sich diesen Stick beim zuständigen Amt abholen. Alternativ können Anträge nach wie vor schriftlich gestellt werden. Die Antragsmappe  zum download und weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der WI-Bank.

Mecklenburg-Vorpommern: Online-Antrag in Kürze möglich

Landwirte in Mecklenburg-Vorpommern können die Anträge über die Antragssoftware "Agrarantrag 2017 MV" stellen, die zuvor heruntergeladen werden muss. Diese steht aktuell noch nicht zur Verfügung, wird aber in Kürze online gehen und hier auf der Seite des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt zu finden sein.

Beim ersten Starten des Programms muss eine 12-stellige Unternehmensnummer und die Zugangs-PIN für die Zentrale InVeKoS Datenbank eingegeben werden. Dann werden die personalisierten Antragsdaten automatisch geladen. Die Flächendaten werden oder wurden den Landwirten vorweg mit einer CD gesendet.

Niedersachsen: Agrarantrag über ANDI

Die Antragsphase für die Förderanträge "Sammelantrag Agrarförderung und Agrarumweltmaßnahmen" hat in Niedersachsen begonnen. Dafür muss die Software "Agrarförderung Niedersachsen Digital" - kurz ANDI - Version 9.0.3 genutzt werden. Am 30. und 31.03.2017 sollen die DVDs versandt werden. Hier finden Sie eine Installationsanleitung für ANDI sowie eine Kurzanleitung zum Umgang mit ANDI.

Nordrhein-Westfalen: Agrarantrag mit ELAN

Landwirte in Nordrhein-Westfalen können für Agrarförderanträge die "Elektronische Antragstellung für Landwirte" - kurz ELAN - nutzen. Hinweise zum Umgang mit dem Programm liefern Video-Anleitungen oder Berater unter der technischen Hotline 0395 5630-103 (15.03.2017 bis 15.05.2017, montags bis freitags von 08.00 - 18.00 Uhr).

Rheinland-Pfalz: Zugangsdaten verschickt

Die rheinland-pfälzischen Landwirte haben in der 11. Kalenderwoche von ihrer Kreisverwaltung die Zugangsdaten zum elektronischen Antrag für die Beantragung der flächenbezogenen Agrarfördermaßnahmen 2017 (Direktzahlungen, Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen) erhalten. Der Antrag kann elektronisch über eine Software gestellt. Außerdem wird ein Merkblatt zum Ausfüllen des elektronischen Antrags bereit gestellt.

Für die Antragskampagne 2017 wurden keine "Papierunterlagen" an die Landwirte versendet. Wer dennoch seinen Antrag in Papierform stellen möchte, findet auf der Homepage der ADD den Gemeinsamen Antrag als Blanko-Vorlage, die CC-Broschüre, Blanko-Vordruck für den Flächennachweis 2017. Der betriebsbezogene Flächennachweis 2017 sowie das betriebsbezogene Kartenmaterial wurden im rheinland-pfälzischen Flächeninformationssystem FLOrlp eingestellt und können dort herunter geladen und ausgedruckt werden.

Saarland: Agrarantrags-Software online anfordern

2015 betrug die Basisförderung im Saarland 155 Euro/ha. 2017 dürfte der Wert schon deutlich näher an den 176 Euro/ha, die ab 2019 bundeseinheitlich gelten sollen. Im Saarland kann die Software für Softwareanforderung für die elektronische Stellung des Antrags auf Agrarförderung über ein Online-Formular angefordert werden.

Sachsen: Agrarantrags-Software DIANA mit CD versandt

Für Sachsen galt 2016 eine Basisprämie von 186,77 Euro je Hektar.

In Sachsen wurde 2016 der sogenannte GIS-Antrag eingeführt. Diese Einführung bedingt, dass seit 2016 der Antrag auf Direktzahlungen und Agrarförderung nur noch digital gestellt werden kann. Alle Formulare für den Antrag auf Direktzahlungen und Agrarförderung sind im Programm DIANA integriert. Die Antrags-CD mit der Software DIANA erhält jeder Antragsteller aus 2016 über das zuständige Förder- und Fachbildungszentrum (FBZ) oder die zugehörige Informations- und Servicestelle (ISS) des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG).

Hinweise zum Antragsverfahren für Direktzahlungen und flächenbezogene Agrarförderung liefert diese Broschüre des sächsichen Landwirtschaftsministeriums. Das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie bietet außerdem einen excel-basierten Prämienrechner für EU-Direktzahlungen.

Sachsen-Anhalt

Landwirte in Sachsen-Anhalt können ihre elektronischen Agraranträge über das Programm ELAISA stellen. Alle Antragsteller erhalten zudem eine neue Luftbild-DVD auf dem Postweg. Die Luftbild-Installation erfolgt nach dem Start der Flächenbearbeitung bei Aufforderung durch das Programm.

Antragsangaben, die über das Internet gemacht wurden, kann man sich außerdem online ansehen, indem man sich im Web-Client von Sachsen-Anhalt einloggt. Öffentlich zugänglich sind auf der Seite außerdem Antragsformulare, weitere Informationen und Ausfüllhinweise als PDF.

Schleswig-Holstein: Antragsstellung ab 03. April 2017

In Schleswig-Holstein und Hamburg wird im Jahr 2017 die elektronische Variante der Antragsstellung angeboten. Die Software dazu heißt ELSA. Die Antragsteller füllen ihren Antrag am PC mit Hilfe des InetWebClient aus. Der offizielle Start der Antragstellung über den Inet WebClient ist der 03. April 2017.

Schleswig-Holstein bietet außerdem ein 136 Seiten lange Broschüre mit Erläuterungen und Hinweisen zum Sammelantrag 2017 an.

Thüringen: Agraranträge über VERA

Alle gemeldeten Landwirte bekommen 2017 eine DVD mit den Antragsunterlagen für die InVeKoS-Antragstellung zugeschickt. Die Anträge in Thüringen müssen mit der Ausfüllsoftware VERA 2017 am PC ausgefüllt und digital auf Datenträger mit unterschriebenem Datenträgerbegleitschein im zuständigen LWA eingereicht werden. Der Flächen-Nutzungs-Nachweis (FNN) in Papierform ist schon ab 2016 für Antragsteller mit Betriebssitz in Thüringen nicht mehr zulässig.

Um alle wichtigen Dokumente und Formulare in einer Übersicht zu haben, bietet die Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft in Zusammenarbeiter mit dem LWA Hildburghausen diese Downloadseite an.

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