Gebrachtkauf Gebraucht-Check: 4 Schwachpunkte beim Steyr 9000

Dieser Artikel ist zuerst in der traction erschienen. Jetzt testen und kennenlernen - mit unseren besonderen Angeboten!

Gebrauchter Steyr 9000 © Tobias Meyer Bild vergrößern
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Die vielen Varianten und Veränderungen beim Alpen-Allrounder Steyr 9000 lassen heute manche Interessenten verzweifeln. Die traction hat getestet, worauf zu achten ist.

Bis Anfang der Neunziger Jahre färbten die legendären 8000er viele Betriebe in Österreich in Rot-Weiß, 1993 brachte Steyr mit den Nachfolgern – der Steyr-Serie 9000 – aktuelle Technik in seine Schlepper. Diese gelten noch heute bei vielen als die letzten echten Steyr, denn während ihrer Bauzeit durchlief der Traditionsbetrieb aus der Alpenrepublik einige Veränderungen. Auf diese Punkte sollten Sie beim Gebrauchtkauf achten.

Schwachpunkt 1: Viele Varianten

Die Serie 9000 von Steyr wurde anfangs in drei Varianten durch MWM motorisiert: 9078, 9086 und 9094. Die 9000er konnten beim Händler bis ins letzte Detail auf die Bedürfnisse des Hofes konfiguriert werden, gut für den Erstbesitzer. Der Gebrauchtkäufer muss aber penibel darauf achten, dass auch alle gewünschten Funktionen an Bord sind.

Schwachpunkt 2: Motor

Die Baujahre vor 1999 sind mit MWM-Motoren ausgerüstet, erkennbar fast immer am Schlot durch die Haube. Diese sind anfällig an den Buchsen und der Kopfdichtung. Also hier auf Rauch und Wasser im Öl achten. Die Steyr 9078, 9086 und 9094 holen sich ihre Leistung (78 bis 94 PS) aus einem 4 Zylinder-Turbo, der nur über die mechanische Einspritzpumpe unterschiedlich eingestellt wird. Viele Besitzer drehen daher die Leistung der kleinen Modelle nach oben. Da aber z.B. die Kupplungen der Modelle unterschiedlich bemessen sind, sollte dieser Schritt wohlüberlegt sein.

Schwachpunkt 3: Getriebe

In der Serienvariante waren alle Maschinen mit dem hauseigenen 16/8-Getriebe ausgestattet (zwei unsynchronisierte Gruppen mit vier Gängen und zwei Lastschaltstufen), auf Wunsch stand auch ein 16/16-Wendegetriebe sowie ein Kriechgang (32/16) zur Verfügung. Im Jahr 2000 legte man noch den optionalen Superkriechgang nach. Die Lastschaltung sollte auf Herz und Nieren getestet werden, springt sie eigenständig auf „Langsam“, ist es hoffentlich nur der Öldruckgeber. Die Kupplung gilt als häufiges Verschleißteil.

Schwachpunkt 4: Hydraulik

Auch die Hydraulik stand variantenreich auf der Karte, einen Kreuzhebel für die beiden Standardventile konnte man dazubestellen, ebenfalls war ein weiteres DW-Steuergerät auch elektronisch betätigt zu haben. Die Kuppler im Heck lecken bei nachlässigem Einsatz der Verschlüsse gerne. Die Außenbetätigung von Hubwerk und Zapfwelle wurde zu Anfang noch ohne Reed-Schalter gebaut, was durch Verschmutzung gerne Fehler in der automatischen Zapfwellen-Deaktivierung verursacht, da diese denkt, das Hubwerk würde betätigt, und sich selbst abschaltet.

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der traction-Ausgabe 06/2016.


Steyr Multi im Dauertest: Das Ergebnis in Bildern
  • Mit dem Multi bietet Steyr Kompakttraktoren von 95 bis 114 PS an. Als starker Vierzylinder arbeitet der Kompakte dort, wo sonst nur die größeren und schwereren Brüder ran dürfen. Wie das klappt, hat die dlz getestet.

    © Thomas Göggerle
  • Herzstück ist der gelungene Vierzylinder mit klasse Drehmomentreserven. Neben der Ladeluft kühlt das FPT-Triebwerk einen Teil seiner Abgase und führt sie in die Brennkammer zurück.

    © Thomas Göggerle
  • Kabinen auf Kompakttraktoren können keine Raumwunder sein; die Multi-Kabine bietet aber angenehm Platz für seinen Fahrer.

    © Thomas Göggerle
  • Ein Tablet mit der speziellen App macht den Multi fit für den ISOBUS – das können wenige in dieser Klasse!

    © Thomas Göggerle
  • Das Fronthubwerk regelt den Auflagedruck auf den Mähbalken elektronisch. Entlastungsfedern sind nicht mehr notwendig. Der Vorderachsbock nimmt die Hubzylinder und die Anlenkung der Fronthydraulik nahe am Fahrzeug auf.

    © Thomas Göggerle
  • Farbliche unterschiedliche Ventile würden die Zuordnung der Steuergeräte einfacher machen.

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  • Den vollständigen Testbericht lesen Sie in der Dezember-Ausgabe des dlz agrarmagazins.

    © Thomas Göggerle
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